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Home Gesundheit Kindergesundheit
Autorin: PTA Redaktion
Geprüft von: Stephanie Nitsch
Lesezeichen
Lesedauer ca. 7 min
10.12.2025

Windeldermatitis

Eine Windeldermatitis gehört zu den häufigsten Hautproblemen in den ersten Lebensmonaten und kann für Eltern sehr belastend sein. Die Haut im Windelbereich ist plötzlich gerötet, wund und schmerzhaft – und viele Säuglinge reagieren entsprechend unruhig und weinerlich.

Eine Windeldermatitis ist ein typisches Thema im Apothekenalltag, bei dem Eltern häufig Unterstützung suchen. Mit einem guten Verständnis für Entstehung, Auslöser und mögliche Verläufe können PTA Sicherheit vermitteln und hilfreiche, alltagstaugliche Maßnahmen empfehlen. Die folgenden Inhalte bieten eine kompakte Orientierung und unterstützen eine einfühlsame und kompetente Beratung.

Grundlagen: Was ist eine Windeldermatitis?

Unter einer Windeldermatitis versteht man eine entzündliche Reizung der Haut im Windelbereich. Die Haut im Bereich von Po und Genitalien ist besonders empfindlich, da sie durch das dauerhaft warme, feuchte Milieu in der Windel und den engen Kontakt mit Urin und Stuhl stärker belastet wird. Die Entzündung kann zunächst mild beginnen, aber bei ungünstigen Bedingungen rasch an Ausdehnung und Intensität zunehmen.

Wie entsteht eine Windeldermatitis?

Die Entwicklung wird durch mehrere Faktoren begünstigt, die sich gegenseitig verstärken. Scheuern, Feuchtigkeit, Wärme sowie die enzym- und ammoniakhaltigen Bestandteile von Urin und Stuhl können die Haut empfindlich reizen und die natürliche Hautbarriere schwächen. Dadurch verliert sie an Stabilität, wird durchlässiger und reagiert schneller mit Rötung, Brennen oder Wundsein.

Vor allem nachts, wenn die Windel über viele Stunden getragen wird, quillt die Haut stärker auf und reizende Substanzen können leichter eindringen – wodurch eine Windeldermatitis begünstigt wird. Auch Durchfall, Infekte oder das Zahnen können zu häufigeren und weicheren Stühlen führen, die die ohnehin empfindliche Haut zusätzlich beanspruchen. Weitere auslösende Faktoren sind ungeeignete Feuchttücher, Duftstoffe, Tenside oder Waschmittelreste in Stoffwindeln. Kinder mit empfindlicher oder atopischer Haut reagieren allgemein schneller auf Reize. Auch eine sehr saure oder stark gewürzte Ernährung kann die Haut im Windelbereich zusätzlich irritieren.

Symptome und typische Verläufe

Eine Windeldermatitis kann plötzlich auftreten – am Abend ist die Haut noch unauffällig, während der Po am nächsten Morgen deutlich gerötet und wund erscheint. Zu den klassischen Symptomen gehören:

  • gerötete, glänzende Haut
  • nässende oder schuppende Areale
  • schmerzhafte Berührungsempfindlichkeit, Brennen beim Wasserlassen
  • Unruhe des Kindes, Weinen, Schreien beim Windelwechseln
  • teilweise intensiver Ammoniakgeruch der Windel

Die Ausprägung kann stark variieren. Bei milden Formen zeigt sich lediglich eine leichte Rötung. Bei ausgeprägteren Verläufen entstehen schmerzhafte und offene Hautläsionen, die das Wohlbefinden des Kindes deutlich beeinträchtigen.

Windelsoor – wenn Hefepilze beteiligt sind

Im feucht-warmen Windelklima können sich Hefepilze, insbesondere Candida albicans, leicht vermehren. Das Risiko steigt zusätzlich bei Durchfall, nach einer Antibiotikatherapie oder bei Kindern mit geschwächter Hautbarriere.

Typische Hinweise auf Windelsoor sind:

  • kräftig gerötete, scharf begrenzte Hautareale
  • feine Schuppung am Rand
  • kleine Papeln oder Pusteln („Satellitenläsionen“)
  • Juckreiz oder sichtbares Unbehagen
  • fehlende Besserung trotz Barriere- oder Zinkpflege

Antimykotika – Mittel der ersten Wahl bei Windelsoor

Bei Verdacht auf eine Candida-Beteiligung ist ein topisches Antimykotikum erforderlich.
Als Standard gelten Wirkstoffe wie:

  • Clotrimazol
  • Miconazol
  • Nystatin

Azolhaltige Wirkstoffe (Clotrimazol, Miconazol) werden häufig bevorzugt, da sie breiter wirksam sind und zusätzlich leicht entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.
Nystatin wirkt spezifisch gegen Candida und ist eine gute Option bei empfindlicher Haut oder wenn Azole nicht geeignet sind.

Darreichungsform und Anwendung

Cremepasten sind im Windelbereich besonders geeignet, weil sie:

  • gut haften
  • Feuchtigkeit aufnehmen
  • einen schützenden Film bilden
  • den Wirkstoff gleichmäßig freisetzen

Die Anwendung erfolgt in der Regel 2–3-mal täglich auf gereinigter und sorgfältig getrockneter Haut.

Therapiedauer

Die Behandlung wird bis zur vollständigen Abheilung fortgeführt und anschließend noch einige Tage weiter, um Rückfälle zu vermeiden.

Behandlung einer Windeldermatitis

Die Basis jeder Therapie besteht darin, Reizfaktoren zu reduzieren und die Haut zu schützen. Häufiges Windelwechseln, eine milde Reinigung und regelmäßige Lufttrocknungsphasen sind die wichtigsten Schritte. Zur Reinigung eignet sich lauwarmes Wasser, für die Pflege werden Wund- und Heilsalben verwendet, die entzündungshemmend, adstringierend und sekretionsbindend wirken. Die Salbe sollte eine weiche, gut verstreichbare Textur haben, damit sie ohne Schmerzen aufgetragen werden kann und sich beim nächsten Windelwechsel leicht wieder ablösen lässt.

Windeln sollten atmungsaktiv sein und auch dann gewechselt werden, wenn sie äußerlich noch trocken wirken. Bei ausgeprägten Befunden kann ein zusätzlicher Windelwechsel in der Nacht hilfreich sein. Spezifische Therapiemaßnahmen richten sich nach Schweregrad und möglicher Infektion. Ziel ist es, die entzündeten Hautbereiche möglichst schnell zu beruhigen und die Hautbarriere wiederherzustellen. Je nach Befund kommen dabei antimykotische, antimikrobielle oder auch entzündungshemmende Präparate zum Einsatz. Diese können bei Bedarf kombiniert werden.

Vorbeugung – damit es gar nicht erst so weit kommt

Viele Windeldermatitiden lassen sich vermeiden, wenn Eltern die Windel regelmäßig wechseln und auf eine sanfte Reinigung achten. Bei Stoffwindeln spielt die Waschhygiene eine wichtige Rolle: mindestens 60 °C, enzymfreie Waschmittel, auf Weichspüler sollte verzichtet werden.

Windeln sollten niemals zu eng sitzen – etwas Luftzirkulation schützt die Haut. Bei Kindern mit Neurodermitis oder besonders sensibler Haut ist eine tägliche, milde Basispflege sinnvoll, um die Hautbarriere zu stärken und Entzündungen vorzubeugen.

Liebevolles Trösten und Geduld sind für die Kleinen jetzt besonders wichtig

Wann sollte ein Arzt hinzugezogen werden?

Eine ärztliche Abklärung ist erforderlich, wenn:

  • die Entzündung schwer ausgeprägt ist
  • nässende, blutende oder ausgedehnte Wunden auftreten
  • Fieber oder starker Krankheitsverdacht besteht
  • Symptome trotz korrekter Pflege nicht abheilen
  • ein Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht
  • Windelsoor häufig wiederkehrt

Zusammenfassung – Was Eltern wissen sollten

Eine Windeldermatitis ist eine häufige und meist gut behandelbare Hautirritation. Entscheidend sind eine gute Hygiene, ein sorgfältiger Windelwechsel und eine konsequente Barrierepflege. Zinkhaltige Cremes oder Präparate mit Dexpanthenol sowie eine ausreichende Lufttrocknung helfen zuverlässig dabei, die gereizte Haut zu beruhigen. Bei Hinweisen auf eine Pilz- oder bakterielle Infektionen ist eine zielgerichtete Behandlung nötig.

Checkliste – Pflegetipps für Eltern

1. Windeln häufig wechseln

  • Windeln möglichst direkt nach dem Stuhlgang oder Urinieren wechseln.
  • Auch wenig gefüllte oder vermeintlich trockene Windeln sollten gewechselt werden.
  • Ausreichend saugstarke, atmungsaktive Wegwerfwindeln verwenden; auf luftundurchlässige Plastikwindeln verzichten.

2. Sanfte Reinigung

  • Den Windelbereich mit lauwarmem Wasser oder einem milden Öl reinigen. Anschließend sollte auch das verwendete Öl mit Wasser vollständig entfernt werden.
  • Die Haut sorgfältig trocken tupfen; bei Bedarf kurz mit kühler Föhnluft trocknen .
  • Auf Feuchttücher, Puder sowie Produkte mit Duftstoffen, Alkohol oder reizenden Tensiden verzichten.

3. Haut entlasten und Luft zuführen

  • Tägliche Windelpausen ermöglichen: das Baby möglichst oft ohne Windel strampeln oder krabbeln lassen.
  • Kleidung nicht zu eng anlegen, damit Luft zirkulieren kann.

4. Beruhigende Zusatzpflege

  • Schwarztee-Abkochungen oder Gerbstoffbäder können die gereizte Haut beruhigen. Kompressen im abgekühlten Tee tränken und in die Windel legen.
  • Ein paar Tropfen Muttermilch können leichte Reizungen lindern.
  • Dexpanthenol: unterstützt die Heilung gereizter Haut, hilft, die Hautbarriere zu stärken und die Haut geschmeidig zu halten, wirkt beruhigend und kann leichte Rötungen lindern.
  • Zinkoxid: bildet eine schützende Schicht, die Urin und Stuhl von der Haut fernhält, wirkt entzündungshemmend und kann nässende Stellen leicht austrocknen, hilft, die Haut im Windelbereich schneller zu beruhigen.

5. Richtige Behandlung bei Verdacht auf Infektionen

  • Bei typischen Zeichen eines Pilzbefalls (z. B. Pickelchen und Pusteln, scharf begrenzte Rötung) Antimykotika anwenden.
  • Fettende Salben bei Pilzbefall meiden, da sie das feuchte Milieu verstärken.
  • Bei Verdacht auf bakterielle Beteiligung (z. B. Bläschen, nässende Stellen) an ärztliche Abklärung erinnern.

6. Ernährung und allgemeine Pflege

  • Scharfe, stark gewürzte oder sehr saure Speisen können den Stuhl irritieren – in solchen Fällen lieber vermeiden.
  • Gestillte Babys bekommen etwas seltener eine Windeldermatitis. Das liegt vor allem daran, dass ihr Stuhl einen niedrigeren pH-Wert hat und insgesamt milder ist. Dadurch wird die Haut im Windelbereich weniger stark gereizt.

PTA-Wissen kompakt

  • Eine Windeldermatitis entsteht vor allem durch anhaltende Feuchtigkeit, Reibung und den direkten Kontakt der empfindlichen Haut mit Urin und Stuhl. Diese Faktoren führen dazu, dass die Haut aufquillt, ihre Schutzfunktion verliert und leichter gereizt oder entzündet reagiert.
  • Die wichtigsten Maßnahmen zur Behandlung bestehen darin, Reizfaktoren konsequent zu reduzieren. Dazu gehören häufiges Windelwechseln, die schonende Reinigung mit lauwarmem Wasser sowie das gründliche Trocknen des Windelbereichs (die kleinen Hautfalten nicht vergessen). Regelmäßige Windelpausen unterstützen zusätzlich die Regeneration, da die Haut ausreichend Luft bekommt und schneller abheilen kann.
  • Für die tägliche Pflege eignen sich vor allem Präparate mit Zinkoxid oder Dexpanthenol, da sie die Hautbarriere stabilisieren, Reizungen lindern und die natürliche Heilung fördern. Bei ausgeprägten Verläufen kann vorübergehend auch der Einsatz eines milden topischen Kortikoids erforderlich sein.
  • Gestillte Säuglinge entwickeln insgesamt seltener eine Windeldermatitis. Ein wesentlicher Grund ist der niedrigere pH-Wert ihres Stuhls, der die Haut weniger reizt und weniger aggressive Verdauungsenzyme enthält. Urin kann die Haut im Windelbereich jedoch grundsätzlich unabhängig von der Stuhlzusammensetzung reizen, da er durch Ammoniakbildung alkalisch wird und die aufgeweichte Haut zusätzlich belastet. Beim Zusammentreffen von Urin und Stuhl kann sich das Irritationspotenzial erhöhen; dieser Effekt fällt bei gestillten Babys aufgrund der milderen Stuhleigenschaften meist geringer aus. Antimikrobielle Faktoren der Muttermilch können zudem dazu beitragen, dass Hautirritationen und sekundäre Infektionen seltener auftreten.
  • Auch einige Hausmittel können unterstützend eingesetzt werden. Muttermilch wird häufig aufgrund ihrer beruhigenden und leicht antimikrobiellen Eigenschaften genutzt: Eine kleine Menge wird vorsichtig auf die gereizte Haut getupft und an der Luft trocknen gelassen. Schwarzer Tee wirkt durch seine Gerbstoffe leicht adstringierend und lindernd; er kann als abgekühlte Kompresse in die Windel gelegt oder zur sanften Reinigung der Haut verwendet werden.
  • Zeigen sich klar begrenzte, kräftig gerötete Hautareale mit typischen kleinen Satellitenpusteln, deutet dies auf einen Windelsoor hin. In solchen Fällen sollte ein Antimykotikum eingesetzt werden. Zu den gängigen Wirkstoffen gehören Clotrimazol, Miconazol oder Nystatin. Die Präparate werden in der Regel mehrmals täglich dünn aufgetragen und sollten auch einige Tage nach sichtbarer Abheilung weiterverwendet werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
  • Kinder mit sehr empfindlicher Haut, etwa im Rahmen einer Neurodermitis, profitieren von einer regelmäßigen, milden Basispflege. Sie unterstützt die Barrierefunktion und vermindert das Risiko für wiederkehrende Reizungen.
  • Eltern sollten an einen Arzt verwiesen werden, wenn die Hautentzündung sehr ausgeprägt ist, stark nässt, sich trotz korrekter Pflege nicht bessert, immer wiederkehrt oder wenn zusätzlich Fieber oder ein allgemeiner Krankheitsverdacht besteht.
Autorin
PTA Redaktion

Unsere Redaktion besteht aus ausgewählten PR-Redakteuren und -Beratern aus dem Bereich der Gesundheitskommunikation.

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Geprüft von
Stephanie Nitsch

Stephanie Nitsch hat ihren Abschluss als examinierte Krankenschwester an der Universität zu Lübeck absolviert und arbeitete 10 Jahre im Operationsdienst verschiedener Fachgebiete. Als geprüfte Pharmareferentin besuchte sie anschließend neurologische und urologische Facharztpraxen, Kliniken und Apotheken. Im European Surgical Institute, dem europäischen Schulungszentrum der Firma Johnson&Johnson für minimal-invasive Chirurgie, betreute sie die CME-Kurse (Continuing Medical Education) für Chirurgen und war für die Schulung der neuen Außendienstmitarbeiter verantwortlich. Als spätere Gebietsmanagerin lagen ihr die Aus- und Weiterbildung sowie die klinische Anwendungsberatung des Ethicon-Produktportfolios im Operationssaal besonders am Herzen. Als medizinische Redakteurin unserer Healthcare-Abteilung verfasst sie Fachpublikationen und Patienteninformationen.

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Literatur

Niehaus, M. (2017). Windeldermatitis – Windelsoor. Online verfügbar unter: Windeldermatitis – Windelsoor » Kinderkrankheiten, Kinder- und Jugendgesundheit » Startseite » Kinderaerzte-im-Netz. Abgerufen am 17.11.2025.

Wolf, E. (2016). Pflege für den wunden Po. Online verfügbar unter: Windeldermatitis: Pflege für den wunden Po | PTA-Forum. Abgerufen am 17.11.2025.

Inhalt

  • Was ist eine Windeldermatitis?
  • Wie entsteht eine Windeldermatitis
  • Symptome und typische Verläufe
  • Windelsoor – wenn Hefepilze beteiligt sind
  • Die Symptome einer Windeldermatitis
  • Vorbeugung – damit es gar nicht erst so weit kommt
  • Beratungswissen für PTA

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    Home Gesundheit Kindergesundheit
    Autorin: Annika Paulsen
    Lesezeichen
    Lesedauer ca. 9 min
    17.12.2025

    Atopische Dermatitis bei Kindern – was hilft gegen Juckreiz und Hauttrockenheit?

    Juckende, gerötete und sehr trockene Haut ist für viele Kinder äußerst belastend – und stellt auch Eltern oft vor eine Herausforderung. Häufig handelt es sich um eine atopische Dermatitis (Neurodermitis). Der Drang zu kratzen ist dabei verständlich, bringt jedoch meist nur eine kurze Erleichterung. Schon kurz darauf verstärkt sich der Juckreiz wieder und die Haut wird weiter geschädigt.

    Gerade hier kann eine gezielte Beratung in der Apotheke helfen. PTA sind häufig die erste Anlaufstelle für Eltern, wenn es um die passende Pflege empfindlicher Kinderhaut geht. Mit der richtigen Auswahl an rückfettenden Pflegeprodukten und praktischen Alltagstipps lässt sich der Juckreiz oft deutlich lindern und neuen Hautreizungen vorbeugen.

    Dieser Ratgeber richtet sich an Eltern, die in der Apotheke Unterstützung suchen. Er erklärt verständlich, was hinter der atopischen Dermatitis steckt, und zeigt auf, welche Pflegemaßnahmen sinnvoll sind und worauf bei der täglichen Hautpflege zu achten ist.

    Was ist Atopische Dermatitis?

    Die atopische Dermatitis hat viele Namen, zum Beispiel atopisches Ekzem, endogenes Ekzem oder Neurodermitis. Alle Bezeichnungen beschreiben aber das Gleiche, und zwar eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Sie verläuft schubweise und hat je nach Lebensalter ein unterschiedliches Erscheinungsbild.

    Die Ursache dieser Hauterkrankung ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass eine erbliche Veranlagung zu einer gestörten Barrierefunktion der Haut führen kann. Zahlreiche Faktoren im Alltag können dann durch eine überschießende körpereigene Reaktion die Erkrankungsschübe auf der zarten Kinderhaut auslösen oder verschlimmern.

    Unterschied zwischen Dermatitis und Neurodermitis?

    „Dermatitis“ ist ein Überbegriff für eine entzündliche Reaktion der Haut. Wenn man den Ausdruck „Neurodermitis“ übersetzt, dann wäre es eine Entzündung der Haut mit Beteiligung der Nerven. Genau das dachte man früher mal. Damals glaubte man, dass die Ursache der Neurodermitis eine Nervenentzündung sei als Folge psychischer Erkrankung. Heute weiß man, dass dem nicht so ist. Deshalb wurde der Begriff durch atopische Dermatitis ersetzt. Wenn man so will, kann man also die veraltete Bezeichnung „Neurodermitis“ als eine Unterform der „Dermatitis“ betrachten. 

    Wie macht sich die atopische Dermatitis am häufigsten bemerkbar?

    Oft bricht die Erkrankung schon im Säuglingsalter zum ersten Mal aus. Bei Babys beginnt die atopische Dermatitis nicht selten mit Milchschorf. Es zeigen sich dann vorrangig Ekzeme im Gesicht, auf der Kopfhaut und an den Streckseiten von Armen und Beinen, während sich bei Kindern die Hautausschläge eher im Bereich der Armbeugen und Kniekehlen bemerkbar machen. Neben Hauttrockenheit, Entzündungen, Rötungen und Juckreiz ist es möglich, dass sich zusätzlich Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze auf der gereizten Haut ausbreiten können.

    Wer ist besonders betroffen?

    • Etwa jedes vierte bis fünfte Kind leidet dauerhaft oder zeitweilig unter den Symptomen der atopischen Dermatitis. Damit ist es die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern überhaupt.
    • Sie tritt in den meisten Fällen vor dem fünften Lebensjahr auf, oft aber auch schon in den ersten Lebensmonaten. Weil die Haut das größte Organ ist, das wir haben, verspüren viele Kinder teilweise einen erheblichen Leidensdruck, zum Beispiel durch den starken Juckreiz.
    • Die gute Nachricht ist aber, dass ca. 60 % der erkrankten Kinder bis zum frühen Erwachsenenalter wieder symptomfrei sind.1 Wenn beide Elternteile von atopischer Dermatitis betroffen sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kinder ebenfalls mit diesen Hautproblemen zu kämpfen haben. Aber trotz erblicher Vorbelastung muss man sich nicht gleich seinem Schicksal ergeben.
    • In manchen Fällen kann die Entwicklung der Symptome durch eine vorbeugende Behandlung deutlich abgemildert oder sogar gänzlich verhindert werden. Es hat sich zum Bespiel gezeigt, dass ausschließliches Stillen in den ersten vier Lebensmonaten das Risiko für atopische Dermatitis senken kann.

    Atopische Dermatitis – welche Symptome treten bei Kindern auf?

    Das Erscheinungsbild der atopischen Dermatitis kann bei jedem Kind unterschiedlich sein. Typisch ist aber, dass die Ausprägung der Symptome nicht immer gleich stark ist. Es gibt Phasen, in denen die Haut gesund wirkt, und es gibt Zeiten, die extrem vom Krankheitsbild bestimmt sind.

    Die häufigsten Symptome sind:

    • Juckreiz
    • Schlafdefizit durch Juckreiz in der Nacht
    • Entzündungen
    • Hauttrockenheit
    • Schuppige Haut
    • Nässen
    • Rötungen
    • Verdickte Hautstellen
    • Hautrisse
    • Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren

    Wer von atopischer Dermatitis, bzw. Neurodermitis, hört, denkt vermutlich zunächst an den starken Juckreiz als Leitsymptom. Das Bild vom sich kratzenden Kind kommt auch nicht von ungefähr. Tatsächlich wird der Juckreiz oft als besonders belastend empfunden und ist manchmal so stark, dass der Schlaf darunter leidet. Insgesamt ist die Haut empfindlich, gereizt und so trocken, dass sie aufreißen kann. Schnell kommt es zu Rötungen und Entzündungsreaktionen, es bilden sich trotz Trockenheit auch nässende Stellen.

    Ist die schützende Hautschicht wegen des Juckreizes einmal aufgekratzt, ist der Weg frei für Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze, die zusätzliche Entzündungen hervorrufen. Im Verlauf der Erkrankung kann sich die Haut teilweise an besonders stark entzündeten Hautpartien verdicken („Flechtenbildung“). Bei Kindern treten die Beschwerden oft in den Kniekehlen, Armbeugen oder an den Handgelenken auf und werden daher als Beugeekzeme bezeichnet. Bei älteren Kindern verlagern sich die Ekzeme manchmal auf die Augenlider oder Handrücken.

    Nicht hinter jeder Hautreizung steckt gleich eine atopische Dermatitis. Wenn Sie aber einige Symptome bei Ihrem Kind bemerken, machen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt darauf aufmerksam.

    Obwohl viele Kinder mit atopischer Dermatitis oftmals sehr tapfer mit ihrer Hauterkrankung umgehen, gibt es sicherlich immer wieder mal Situationen, in denen doch die Tränen kullern. Zum Beispiel, weil dieser plagende Juckreiz nicht nachlässt und das Kratzen nur zu noch mehr Brennen und Schmerzen führt. Oder weil sich Verzweiflung einstellt, wenn die Erkrankungsschübe immer wiederkehren ohne dass eine Besserung erkennbar wäre. Das ist sowohl für die betroffenen Kinder selbst als auch für die Eltern belastend. Darum ist es wichtig zu wissen, wie Sie Ihrem Kind Linderung verschaffen können.

    Atopische Dermatitis bei Kindern – wie verläuft die Behandlung?

    Leider lässt sich die atopische Dermatitis nicht durch ein Medikament oder eine Behandlung heilen. Viele betroffenen Personen haben aber das Glück, dass die Symptome im Laufe des Lebens weniger werden oder sogar ganz verschwinden. Bis es hoffentlich soweit ist, lauten die Ziele: Beschwerden lindern und Erkrankungsschübe verringern.

    Da die obere Hautschicht bei atopischer Dermatitis nicht intakt ist, kann sie Feuchtigkeit verlieren und schädliche Keime oder Reizstoffe nicht abwehren. Die Haut braucht unbedingt Unterstützung, damit die Schutzbarriere wieder funktioniert.

    Welche Salben helfen bei atopischem Ekzem?

    Einer der wichtigsten Punkte zum Schutz und zur Symptomlinderung ist die tägliche Pflege. Welche Cremes oder Salben geeignet sind, kommt auf den aktuellen Hautzustand an.

    In den Phasen, in denen die Haut keine oder wenig Probleme macht, darf trotzdem auf eine passende Basispflege nicht verzichtet werden. Schließlich soll der nächste Erkrankungsschub möglichst lange verhindert werden.

    Bei sehr trockener Haut eignen sich reichhaltigere, rückfettende Cremes (Wasser-in-Öl-Emulsionen), die häufig als Salben bezeichnet werden. Besonders im Winter braucht die zarte Kinderhaut eine reichhaltigere Pflege als Schutz vor der Kälte. Denn schon bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius schränkt die Haut ihre Talgproduktion ein.

    Wenn die Hautstellen akut gerötet und entzündet sind, empfiehlt es sich leichtere Cremes aufzutragen, die mehr Wasser als Fett (Öl-in-Wasser-Emulsion) enthalten. Diese haben durch die Verdunstung des Wassers einen beruhigen Kühlungseffekt und können ergänzend entzündungshemmende oder juckreizlindernde Zusätze enthalten.

    Hautberuhigend, entzündungshemmend und regenerierend wirken zum Beispiel die Bestandteile Dexpanthenol oder Bisabolol. Harnstoff (Urea) als natürlicher Feuchthaltefaktor kann der Haut helfen, Wasser zu binden. Pflegeprodukte mit Harnstoff werden allerdings für Säuglinge nicht empfohlen. Im Kleinkindalter unter 6 Jahren und auf entzündeter Haut kann es zu einem brennenden Gefühl führen und ist daher in dem Alter nicht die beste Wahl.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten der atopischen Dermatitis gibt es noch?

    Auch wenn die tägliche Hautpflege konsequent durchgeführt wird, kann es passieren, dass die Beschwerden manchmal sehr stark werden. Je nach Hautzustand gibt es vier Therapiestufen, an denen Ärzte sich orientieren. In jeder Stufe ist die tägliche Basispflege mit rückfettenden und beruhigen Inhaltsstoffen empfohlen.

    Bei leichten oder stärkeren Ekzemen können dann zusätzlich Cremes oder Salben mit Glukokortikoiden („Kortison“) unterschiedlicher Wirkstärke verordnet werden. Unbedingt drauf achten: „Kortison“-Cremes nur dünn und nach ärztlicher Anweisung auftragen. Falls Keime auf der Haut sind, werden diese mit antibiotischen oder antiseptischen Cremes behandelt.

    Welche nicht-medikamentösen Therapiemöglichkeiten gibt es?

    Sobald die Diagnose atopische Dermatitis ärztlich festgestellt wurde, sollte auch geklärt werden, ob weitere Begleiterkrankungen vorliegen. Typisch ist das gleichzeitige Vorkommen anderer atopischer Erkrankungen, wie Asthma bronchiale. Auch Allergien auf Nahrungsmittel, Pollen oder Hausstaubmilben kommen oft vor. Daneben gibt es noch weitere Provokationsfaktoren, die den Verlauf der atopischen Dermatitis beeinflussen können.

    Die häufigsten Provokationsfaktoren sind:

    • Allergien auf Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen und Nahrungsmittel (bei Kindern vor allem Weizen, Soja, Ei, Haselnuss, Erdnuss und Fisch)
    • Irritationen der Haut durch bestimmte Textilien (z. B. Wolle), Schwitzen oder falsche Hautreinigung
    • Extreme Kälte oder Trockenheit, hohe Luftfeuchtigkeit
    • Psychischer Stress

    Wie stark sich diese Faktoren auf die Erkrankung auswirken, ist individuell verschieden. Es ist aber Teil des Behandlungsplans, zu wissen, worauf Ihr Kind reagiert und diese Auslösefaktoren dann zu meiden.

    Tipps für den Umgang mit atopischer Dermatitis

    Neben der täglichen Pflege der Haut sollte das Aufkratzen der juckenden Stellen möglichst unterbunden werden. Das ist leichter gesagt als getan. Kleine Kinder verstehen noch nicht, dass Kratzen nicht gut für sie ist.

    • Als schnelle Hilfe eignet sich das Kühlen der Hautstellen mit einem Kühlpack aus dem Kühlschrank.
    • Außerdem kann eine Ablenkungstaktik zum Ziel führen. Überlegen Sie sich eine Beschäftigung, die Sie Ihrem Kind anbieten können, wenn es mal wieder von Juckreiz geplagt ist.
    • Ein Verbot des Kratzens oder Strafen sind meistens wenig hilfreich.
    • In der Nacht können Sie Ihrem Kind dünne Baumwollhandschuhe anziehen, damit es beim unbewussten Kratzen die Haut nicht verletzt.

    Die körperlichen Erscheinungen der atopischen Dermatitis sind in vielen Fällen schon sehr unangenehm und brauchen Aufmerksamkeit. Die psychischen Folgen dürfen dabei jedoch nicht vergessen werden. Denn einige Kinder hadern auch sehr mit dem Aussehen ihrer Krankheit. Wenn in einem akuten Schub zum Beispiel die Arme und Beine entzündete, feuerrote Stellen aufweisen, fällt das den Mitmenschen auf. Deshalb kann es vorkommen, dass sich die betroffenen Kinder für die störenden Hautausschläge schämen und ihr Selbstwertgefühl darunter leidet. Wichtig ist, diese Sorgen ernst zu nehmen und gegebenenfalls fachärztliche Hilfe zu holen.

    Atopische Dermatitis – wie werden Babys behandelt?

    Fast jedes vierte Baby in Deutschland leidet unter atopischer Dermatitis. Es kann schon in den ersten Lebensmonaten anfangen und äußert sich häufig zuerst durch Milchschorf am Kopf und weitet sich auf Wangen, Arme und Beine aus. Der Windelbereich ist dabei meistens nicht durch atopische Ekzeme gereizt, ein roter Babypo ist eher ein Symptom von Windeldermatitis. Bis zum Schulalter verschwinden die Hautbeschwerden glücklicherweise oft wieder – nur noch rund 8 % aller Schulkinder haben atopische Ekzeme.2

    • Um den Juckreiz und Rötungen zu lindern empfiehlt sich bei Babys ebenfalls die regelmäßige Hautpflege mit Cremes und Salben.
    • Um die Hautbarriere zu stärken sollten 2-3 mal täglich Pflegeprodukte mit feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Zusätzen aufgetragen werden.
    • Bei der Reinigung der Haut ist zu beachten, dass die Wassertemperatur nicht zu warm sein sollte (nicht höher als 35 °C). Optimal sind kurze medizinische Ölbäder mit einem hohen Fettgehalt von etwa 65 %. Nach dem Baden sollte das Baby nur vorsichtig abgetupft werden und dann die noch feuchte Haut mit dem Pflegeprodukt eingecremt werden.

    Was kann meinem Kind bei Dermatitis noch helfen?

    Die atopische Dermatitis bei Kindern verläuft bei jedem betroffenen Kind individuell und schubweise mit Symptomen, wie Hauttrockenheit, Juckreiz und Rötungen. Mal gibt es gute, mal schlechte Phasen. Klären Sie Ihr Kind schon so früh wie möglich über die Krankheit auf, damit es von Anfang an selbstbewusster damit umgehen kann.

    Sehr häufig verschwindet die Erkrankung im Laufe des Lebens glücklicherweise vollständig.

    Um die Zeit der Erkrankung so erträglich wie möglich zu machen, ist neben dem Vermeiden von Auslösefaktoren die Hautpflege ganz besonders wichtig. Cremes und Salben, die Bestandteile, wie Glycerin, Dexpanthenol oder Allantoin beinhalten, helfen Ihrem Kind den quälenden Juckreiz zu lindern. Beim Eincremen gilt: Pflegecremes lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig auf die Haut schmieren. „Kortison“-haltige Cremes hingegen dürfen nur dünn und nach genauer ärztlicher Anweisung aufgetragen werden.

    Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie nicht schimpfen, wenn es kratzt. Kühlen Sie die juckenden Stellen lieber und lenken Sie Ihr Kind vom Kratzen ab. Und noch ein Tipp für weitere Informationen: Für Eltern mit betroffenen Kindern (0-7 Jahre) wird von der Krankenkasse nach Antrag auf Kostenübernahme eine Neurodermitisschulung bezahlt! Im Rahmen dieser Schulung lernen Sie unter Anderem, wie Sie Juckreiz effektiv reduzieren können, wie die Therapie mit Salben und Cremes aussieht und welche positive Rolle die richtige Ernährung spielen kann.

    Autorin
    Annika Paulsen

    Approbierte Apothekerin und Filialleiterin, ausgebildete pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA).

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    Quellenangaben

    • AWMF online. Das Portal der wissenschaftlichen Medizin. Leitlinie (Sk2) Neurodermitis [atopisches Ekzem; atopische Dermatitis] Langversion, AWMF-Registernummer: 013-027. Stand 03/2015. Online verfügbar unter: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-027l_S2k_Neurodermitis_2020-06-abgelaufen.pdf Abgerufen am 27.04.21
    • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Neurodermitis (atopische Dermatitis) bei Kindern. Online verfügbar unter: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/erkrankungen/allergien/neurodermitis/. Abgerufen am 27.04.21.

    Inhalt

    • Was ist Atopische Dermatitis?
    • Unterschied zwischen Dermatitis und Neurodermitis?
    • Atopische Dermatitis – welche Symptome treten bei Kindern auf? 
    • Atopische Dermatitis bei Kindern – wie verläuft die Behandlung? 
    • Tipps für den Umgang mit atopischer Dermatitis
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      Home Gesundheit Kindergesundheit
      Autor: PTA Redaktion
      Geprüft: Stephanie Nitsch
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      27.01.2025

      Migräne bei Kindern: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

      Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen, insgesamt sind weltweit an die 15 Prozent1 der Menschen betroffen. Migräne bei Kindern und Jugendlichen ist eine weit verbreitete, aber oft unterschätzte Erkrankung. Die Symptome variieren je nach Alter und Entwicklungsstand, typischerweise treten wiederkehrende heftige Kopfschmerzen auf, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein können.  

      Eine frühzeitige Erkennung der Migräne sowie gezielte Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen sind entscheidend, um die Lebensqualität der Familien zu verbessern. Im Folgenden erfahrt Ihr, wie Ihr betroffene Familien in der Beratung bestmöglich unterstützen könnt. 

      Junges Mädchen leidet unter einer Migräneattacke.

      Was ist Migräne bei Kindern?

      Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch starke und wiederkehrende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist und von einer Vielzahl weiterer Symptome begleitet sein kann. Bei Kindern unterscheidet sich die Migräne in mehreren Aspekten von der Migräne bei Erwachsenen. Bei Erwachsenen sind die Kopfschmerzen meist einseitig, pulsierend oder pochend, während sie bei Kindern oft beidseitig oder mittig an der Stirn auftreten und eher als drückend beschrieben werden.

      Zudem kann die Dauer der Attacken bei Kindern kürzer sein. Ausgeprägte Übelkeit und Erbrechen können im Vordergrund stehen, auch ohne Kopfschmerzphase.2 

      Auswirkungen von Migräne auf das Leben

      Zu den weiteren Begleitsymptomen zählen Licht- oder Lärmempfindlichkeit sowie Geruchsempfindlichkeit. Bei zehn bis fünfzehn Prozent1 der Betroffenen geht eine Aura der Schmerzattacke voraus, die sich durch neurologische Ausfälle (Gesichtsfeldausfall oder Flimmersehen/ Zickzacklinien, Gefühlsstörungen wie beispielsweise ein Kribbeln der Lippe oder der Hände, Taubheitsgefühle/ Lähmungen und Sprachstörungen) bemerkbar macht.

      Kopfschmerzerkrankungen wie die Migräne beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen erheblich, sondern stellen auch die Eltern vor große Herausforderungen im Alltag. 

      Alice-im-Wunderland-Syndrom (AIWS)

      Das Alice-im-Wunderland-Syndrom (AIWS) ist eine seltene neurologische Störung, die oft mit Migräne, insbesondere bei Kindern, in Verbindung gebracht wird. Sie ist durch verzerrte Wahrnehmungen von Zeit, Raum und Körpergröße gekennzeichnet. Betroffene können das Gefühl haben, dass ihr Körper oder Teile davon ungewöhnlich groß oder klein erscheinen (Makrosomie oder Mikrosomie) oder dass Objekte in ihrer Umgebung verändert wirken (z. B. weiter entfernt, näher, größer oder kleiner als sie tatsächlich sind). 

      Bei Kindern tritt das AIWS häufig als Begleiterscheinung oder Vorbote (Aura) von Migräne auf. Typischerweise berichten die Kinder von visuellen Veränderungen, wie dem Gefühl, dass Räume schrumpfen oder sich ausdehnen, oder von einer veränderten Wahrnehmung der Bewegung. Diese Symptome sind in der Regel vorübergehend und gehen oft mit Kopfschmerzen oder anderen Migränesymptomen, wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit, einher. 

      Häufigste Symptome von Migräne bei Kindern im Überblick2: 

      • Kopfschmerzen: meist beidseitig, drückend, begleitet von eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit und deutlichen Einschränkungen im Alltag. 
      • Übelkeit und Erbrechen: können während oder nach einer Attacke auftreten. 
      • Licht- und Geräuschempfindlichkeit: Betroffene müssen sich in ruhige, dunkle Räume zurückziehen. 
      • Bauchschmerzen: können als zusätzliches oder eigenständiges Symptom auftreten (abdominelle Migräne). 
      • Müdigkeit und Blässe: viele Kinder wirken während einer Attacke sehr erschöpft. 

      Wissenswert: Während eines Migräneanfalls können Betroffene ihre Aktivitäten in der Regel nicht fortsetzen. Kleine Kinder unterbrechen oft ihr Spiel, während Jugendliche sich häufig zurückziehen. In solchen Situationen ist es am besten, wenn die Betroffenen sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückziehen und sich ausruhen, bis die Attacke vorüber ist.

      Eltern sollten Ruhe bewahren und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, da insbesondere die visuelle oder sensorische Aura bei Kindern angsteinflößend sein kann. 

      Häufigkeit und Altersgruppen 

      Migräne bei Kindern und Jugendlichen ist ein häufiges und oft unterschätztes Gesundheitsproblem. Vor der Pubertät sind etwa 4–5 Prozent der Kinder betroffen, wobei Mädchen und Jungen gleichermaßen betroffen sind. In der Pubertät steigt die Prävalenz auf etwa 10 Prozent, insbesondere bei Mädchen.3 

      Ursachen von Migräne bei Kindern

      Sowohl eine genetische Veranlagungen als auch Umwelt-, Verhaltens- und soziale Faktoren tragen wesentlich zur Entstehung von Migräneattacken bei.  

      Migränepatienten zeigen keine strukturellen Auffälligkeiten des Gehirns; der anatomische Aufbau bleibt unauffällig. Jedoch ist das Nervensystem durch eine erhöhte Empfindlichkeit in der Reizverarbeitung charakterisiert, die vermutlich genetisch bedingt ist. Sensorische Reize, insbesondere plötzliche, intensive oder komplexe Stimuli, können eine übermäßige Aktivierung der Nervenzellen hervorrufen. Diese Überaktivierung führt zu einem gesteigerten Energieverbrauch in den Nervenzellen, wodurch die Energiereserven erschöpft werden. Die daraus resultierende Erschöpfung kann wiederholt zu einer Dysregulation der neuronalen Funktionen führen, die letztlich eine Migräneattacke auslöst. 

      Während dieser Fehlregulation werden entzündliche Mediatoren im Bereich der Arterien der Hirnhäute freigesetzt. Diese Mediatoren erhöhen die Empfindlichkeit der Hirnhäute gegenüber äußeren Reizen. Der Migräneschmerz beruht somit auf einer neurogenen Entzündung, die mit einer verstärkten Schmerzempfindlichkeit der Hirnhäute einhergeht.4 

      Wichtig: Verschiedene Faktoren, sogenannte Trigger, stellen nicht die eigentliche Ursache der Migräne dar, können jedoch das Auftreten einer Migräneattacke begünstigen.

      Auslöser von Migräne bei Kindern und die Rolle der Eltern bei der Identifikation 

      Migräne bei Kindern wird häufig durch eine Vielzahl von Triggern ausgelöst, die individuell variieren können. Ein zentraler Auslöser ist die Unregelmäßigkeit im Alltag, die zu einer Überforderung der Nervenzellen führt. Faktoren wie Stress, ein ungeordneter Lebensstil, übermäßige Anforderungen, plötzlich auftretende Reize oder eine übermäßige Reizvielfalt können Migräne begünstigen. Alles, was „zu viel“, „zu schnell“ oder „zu plötzlich“ geschieht, erhöht das Risiko für eine Attacke.4  

      Zu den weiteren Triggern zählen: 

      1. Lärm: Laute oder anhaltende Geräusche, wie sie in belebten Umgebungen oder bei Freizeitaktivitäten vorkommen, können Migräneattacken begünstigen. 
      1. Schlafmangel: Eine unregelmäßige Schlafroutine oder zu wenig Schlaf beeinflusst die neuronale Reizbarkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Migräneepisoden. 
      1. Stress: Psychosoziale Belastungen, sei es durch Schule, soziale Interaktionen oder familiäre Spannungen, stellen einen bedeutenden Faktor dar. 

      Äußere Reize wie grelles Licht, Wetterumschwünge (Föhn) oder Gerüche (Tabak) können eine Migräne ebenfalls begünstigen.  

      Unterstützung bei Migräne im Kindesalter

      Eltern spielen eine zentrale Rolle dabei, Migräneauslöser zu erkennen und ihrem Kind zu helfen, besser damit umzugehen. Besonders wichtig ist es, das Kind ernst zu nehmen und ihm Geborgenheit zu vermitteln. Migräne kann für Kinder sehr belastend sein – besonders, wenn sie von Auren oder intensiven Schmerzen begleitet wird. In solchen Momenten fühlen sich Kinder oft hilflos und ängstlich. 

      Eltern können durch folgende Maßnahmen aktiv unterstützen: 

      • Einfühlsames Zuhören: Es ist wichtig, die Beschwerden des Kindes ernst zu nehmen und Verständnis für das Leiden zu zeigen, auch wenn es schwerfällt, die Schmerzen nachzuvollziehen. Allein das Gefühl, verstanden zu werden, kann dem Kind Trost spenden. 
      • Ruhige Umgebung schaffen: Ein ruhiger, abgedunkelter Raum kann dem Kind helfen, sich zu entspannen und den Schmerz besser zu ertragen. 
      • Ruhe und Sicherheit ausstrahlen: Das Wissen um die Migräne und mögliche Therapiemaßnahmen können dem Kind das Gefühl vermitteln, in sicheren Händen zu sein, was Ängste mindern kann. 
      • Vertrauen stärken: Es ist hilfreich, dem Kind altersgerecht zu erklären, was während einer Migräneattacke passiert. Mit Beginn der Schmerzphase bilden sich die Aura-Symptome vollständig zurück.  

      Mit einem einfühlsamen und unterstützenden Umgang können Eltern dazu beitragen, dass sich das Kind während eines Migräneanfalls sowohl körperlich als auch emotional besser aufgehoben fühlt.  Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Identifikation und Minimierung von Auslösern.

      Migräne-Symptomatik und Therapie in der Schwangerschaft

      Glücklicherweise leiden viele Frauen in der Schwangerschaft wesentlich seltener oder gar nicht an Migräne. Dieser schöne Umstand ist vermutlich auf die veränderte Hormonlage zurückzuführen. Jedoch kann die Umstellung im Wochenbett zu erneuten Migräneattacken führen.

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      Migräne-Symptomatik und Therapie in der Schwangerschaft

      Die folgenden Maßnahmen können helfen: 

      • Führen eines Migränetagebuchs: Regelmäßige Dokumentation von Symptomen, potenziellen Triggern und Tagesgewohnheiten kann Muster sichtbar machen. 
      • Förderung eines geregelten Tagesablaufs: Konstante Schlafenszeiten und eine strukturierte Tagesplanung reduzieren Schwankungen, die Migräne begünstigen könnten. Migränediäten haben sich nicht bewährt, Blutzuckerspitzen sollten vermieden werden, viel wichtiger sind regelmäßige Mahlzeiten (das Nervensystem benötigt Energie in Form von Kohlenhydraten)5. 
      • Begrenzung der Medienzeit: Die Zeit, die Kinder und Jugendliche vor dem Fernseher oder Computer verbringen, sollte ihrem Alter angemessen sein. Besonders wichtig ist es, vor dem Schlafengehen eine medienfreie Ruhephase einzuhalten, um den Körper auf die Nachtruhe vorzubereiten.  
      • Wechselnde Lichtverhältnisse meiden: Der Schreibtisch des Kindes sollte idealerweise an einer Wand platziert werden, um gleichmäßige Lichtverhältnisse sicherzustellen und Blendungen durch wechselndes Licht zu vermeiden. Auch reflektierende Oberflächen, wie glitzerndes Wasser in der Sonne, können bei Kindern mit einer Migräneveranlagung potenziell eine Attacke auslösen und sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden.5 
      • Stressmanagement fördern: Entspannungstechniken wie Atemübungen, Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren, progressive Muskelentspannung oder kreative Aktivitäten können helfen, Stress abzubauen.  

      Wichtig: Die Therapie sollte sich darauf konzentrieren, das seelische und körperliche Gleichgewicht zu bewahren oder gezielt wiederherzustellen6. 

      Entspannungstechniken und Alltagsempfehlungen bei Migräne

      Entspannungstechniken und Verhaltenstherapien können dabei helfen, Migräne bei Kindern zu lindern und vorzubeugen. 

      • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson: Bei dieser Methode werden verschiedene Muskelgruppen bewusst angespannt und anschließend gelockert. Dies fördert ein tieferes Körperbewusstsein und reduziert körperliche Anspannungen, die häufig mit Stress einhergehen. 
      • Biofeedback zur Prophylaxe der Migräne: Unbewusste Körperfunktionen wie Muskelspannung, Herzfrequenz oder Hauttemperatur sollen bewusst wahrgenommen und reguliert werden. 
      • Regelmäßige Pausen: Im Alltag – insbesondere während der Schulzeit – sind planmäßige Ruhephasen entscheidend. Kurze, bewusste Auszeiten ermöglichen es dem Gehirn, sich zu erholen und Überforderung zu vermeiden. 
      • Bewegung: Moderate körperliche Aktivitäten wie Spazierengehen an der frischen Luft fördern die allgemeine Gesundheit und wirken entspannend. Zudem hilft regelmäßige Bewegung dabei, Stress abzubauen und den Schlaf zu verbessern, was ebenfalls das Risiko von Migräneattacken senken kann.

      Akute Behandlung von Migräneattacken bei Kindern

      Laut aktueller Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne gelten für die akute Behandlung von Migräneattacken bei Kindern und Jugendlichen folgende Empfehlungen6: 

      • Bei kurzen Migräneattacken (< 3 Stunden) im Kindesalter können die Kopfschmerzen durch Kühlen von Stirn und Schläfen und Schlaf behandelt werden.  
      • Migräneattacken bei Kindern werden am besten mit Ibuprofen 10 mg/kg KG oder Paracetamol 15 mg/kg KG (2. Wahl) behandelt. Bei Paracetamol ist die Beachtung der kritischen kumulativen Dosierungen von besonderer Bedeutung.  
      • Zur Behandlung von Migräneattacken mit Triptanen bei Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr sind in Deutschland Sumatriptan-Nasenspray in der Dosis von 10 mg und Zolmitriptan-Nasenspray 5 mg zugelassen.  
      • Lokales Kühlen und die Möglichkeit zum Rückzug und Schlaf reichen bei einem Teil der Kinder zur Therapie einer akuten Migräneattacke bereits aus und stellen deshalb die Basistherapie dar. 
      • Bei ausgeprägter Übelkeit und Erbrechen können Antiemetika und Schmerzmittel als Suppositorien gegeben werden5. 

      Individuell kann bei starkem Leidensdruck und nach Ausschöpfung nicht-medikamentöser Therapieoptionen auch bei Kindern und Jugendlichen eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden.

      Derzeit ist in Deutschland lediglich Propranolol (0,25–0,5 mg/kg Körpergewicht, drei- bis viermal täglich) zur Migräneprophylaxe im Kindesalter zugelassen. 

      Weitere praktische Tipps zur Linderung der Migräne bei Kindern7: 

      • Pfefferminzöl verwenden: 1–2 Tropfen auf ein Tuch geben und sanft Nacken und Schläfen einreiben. Alternativ 5 Tropfen auf den Fingern verteilen und die Kopfhaut von der Stirn bis zum Nacken mehrmals vorsichtig massieren. Achtung: Das Öl sollte nicht in die Nähe der Augen gelangen, um Reizungen zu vermeiden. 
      • Kühlende Anwendungen: Kalte Waschlappen, Coolpacks oder sanfte Eisabreibungen können Schmerzen lindern und eine beruhigende Wirkung haben. 
      • Wärmeanwendungen: Eine Wärmflasche, ein warmes Kissen oder eine warme Packung auf der Schulter- und Nackenmuskulatur kann die Durchblutung fördern und Verspannungen lösen. 

      Im Beratungsgespräch zu Migräne

      Im Gespräch mit den Eltern ist es wichtig, einfühlsam und verständnisvoll auf die verschiedenen Therapiemöglichkeiten für Migräneattacken einzugehen. Die Eltern sollten über die Bedeutung einer frühzeitigen Einnahme von Akutmedikamenten informiert werden, um den Kindern schnelle Linderung zu verschaffen. Dabei ist es hilfreich, gemeinsam zu besprechen, wie und wann die Medikamente idealerweise eingenommen werden sollten, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. 

      Gleichzeitig sollte auf das Risiko von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch hingewiesen werden, der durch eine zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln oder Triptanen entstehen kann. Den Eltern sollte nahegelegt werden, dass Akutmedikamente nicht mehr als drei Tage hintereinander und an weniger als zehn Tagen im Monat eingenommen werden sollten.

      Lebensstil als Schlüssel: Migräne bei Kindern erfolgreich managen

      Zudem sollte im Gespräch auf Lebensstilfaktoren eingegangen werden, die Migräne verstärken können. Hierbei ist es wichtig, den Eltern zu erklären, wie sie den Alltag ihres Kindes so gestalten können, dass Stress, unregelmäßige Mahlzeiten oder Schlafmangel vermieden werden.  

      Eine nicht-medikamentöse Therapie ist bei Kindern mit Migräne von zentraler Bedeutung. Sie stellt oft den ersten Behandlungsschritt dar und umfasst Maßnahmen wie Entspannungstechniken, Stressmanagement, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Diese Ansätze können die Häufigkeit und Schwere der Migräneanfälle erheblich reduzieren und sollten vor einer medikamentösen Behandlung vollständig ausgeschöpft werden. 

      Autor
      PTA Redaktion

      Unsere Redaktion besteht aus ausgewählten PR-Redakteuren und -Beratern aus dem Bereich der Gesundheitskommunikation.

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      Geprüft
      Stephanie Nitsch

      Stephanie Nitsch hat ihren Abschluss als examinierte Krankenschwester an der Universität zu Lübeck absolviert und arbeitete 10 Jahre im Operationsdienst verschiedener Fachgebiete. Als geprüfte Pharmareferentin besuchte sie anschließend neurologische und urologische Facharztpraxen, Kliniken und Apotheken. Im European Surgical Institute, dem europäischen Schulungszentrum der Firma Johnson&Johnson für minimal-invasive Chirurgie, betreute sie die CME-Kurse (Continuing Medical Education) für Chirurgen und war für die Schulung der neuen Außendienstmitarbeiter verantwortlich. Als spätere Gebietsmanagerin lagen ihr die Aus- und Weiterbildung sowie die klinische Anwendungsberatung des Ethicon-Produktportfolios im Operationssaal besonders am Herzen. Als medizinische Redakteurin unserer Healthcare-Abteilung verfasst sie Fachpublikationen und Patienteninformationen.

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      Quellenangaben

      1. TK – Techniker Krankenkasse (Hrsg.) (2020). Kopfschmerzreport 2020 Prävalenz, Pillen und Perspektiven. Online verfügbar unter: https://www.tk.de/resource/blob/2088842/66767380cf7cce49b345b06baa704019/kopfschmerzreport-2020-data.pdf. Abgerufen am 15.01.2025. 
      2. A. Überall, M. Migräne im Kindes- und Jugendalter. Schmerzmed. 39, 58–65 (2023). https://doi.org/10.1007/s00940-023-4160-y 
      3. IQWiG – Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (2022). Migränevorbeugung für Kinder und Jugendliche. Online verfügbar unter: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/kinder-und-jugendliche/kinder-und-jugendliche/migraenevorbeugung-fuer-kinder-und-jugendliche-2013280. Abgerufen am 14.01.2025. 
      4. PTA digital (Hrsg.) (2018). Migräneerkrankung – im Interview mit Herrn Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hartmut Göbel. Online verfügbar unter: https://ptadigital.de/interviews/migraeneerkrankung-interview-prof-dr-hartmut-goebel/. Abgerufen am 06.01.2025. 
      5. Schmerzklinik Kiel (Hrsg.) (2017). Migräne und Kindheit. Online verfügbar unter: https://schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/kinder/. Abgerufen am 16.01.2025. 
      6. Diener H.-C., Förderreuther S, Kropp P. et al., Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, S1-Leitlinie, 2022, DGN und DMKG, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: www.dgn.org/leitlinien (abgerufen am 06.01.2025) 
      7. Universitätsklinikum Heidelberg (Hrsg.) (2021). Kopfschmerzen bei Kindern- und Jugendlichen. Online verfügbar unter: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/klinikschule/Dateien/2021/Kopfschmerzen_Umgangsmoeglichkeiten_Schule.pdf. Abgerufen am 16.01.2025. 

      Inhalt

      • Migräne bei Kindern (Definition)
      • Häufige Symptome 
      • Häufigkeit und Altersgruppen 
      • Entstehung und Ursachen
      • Hilfe und Unterstützung
      • Alltagsempfehlungen
      • Akute Behandlung
      • Beratung

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        29.01.2025

        Kopfläuse erkennen: Diagnose, Behandlung und Vorbeugung

        Pünktlich nach den Ferien kehren nicht nur Kinder in Schule und Kindergarten zurück, sondern mit Ihnen auch oft die Kopfläuse. Um eine effiziente Behandlung zu garantieren und damit eine Ansteckung von anderen Kindern oder Familienmitgliedern zu vermeiden ist eine umfassende Beratung nötig.

        Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es? Unsere Gastautorin PTA Claudia Faber hat eine Übersicht der Wirkstoffe zusammengestellt.

        Die Entwicklungsstadien der Kopflaus

        Die Kopflaus hat bei guten Bedingungen ( 28-29° C Umgebungstemperatur, ausreichend Nahrung) einen Lebenszyklus von bis zu einem Monat. In dieser Zeit durchläuft sie 3 Entwicklungsstadien. Eine Ansteckung mit Kopfläusen kann immer nur durch eine erwachsene Kopflaus passieren, denn nur diese sind beweglich genug um von einem Wirt zum anderen zu gelangen.

        Die weiblichen Läuse legen dann schon nach kurzer Zeit Eier, diese werden Nissen genannt. Die Eier werden dicht am Haaransatz mit einem stark klebenden Stoff befestigt, der das Auswaschen nahezu unmöglich macht. 

        Nach 7 bis 10 Tagen schlüpft dann die Larve (auch Nymphe genannt) welche dann während den nächsten 9-11 Tagen zur ausgewachsenen Laus heranwächst und wiederum bereit ist sich einen neuen Wirt zu suchen. Ohne Nahrung jedoch überlebt die Kopflaus nicht länger als 3 Tage.

        Diagnose: Kopfläuse erkennen

        Auf den ersten Blick ist es meist schwierig Läuse zu erkennen. Die Nissen sind so klein, dass man sie kaum von Kopfschuppen unterscheiden kann und meist kann erst eine eindeutige Diagnose stellen wenn man eine ausgewachsene Laus entdeckt. Jedoch sind erste Anzeichen meist das Jucken der Kopfhaut und das darauf folgende dauernde Kratzen. Dieses Jucken wird von dem von den Kopfläusen abgesonderten Speichel verursacht.

        Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können sollte bei Verdacht auch Kopfläuse das mit Wasser und einer Haarpflegespülung angefeuchtete Haar systematisch mit einem Läusekamm durchkämmt werden. Der Kamm sollte dabei so geführt werden dass er vom Haaransatz bis zur Haarspitze fest heruntergezogen wird. Nach jedem Kämmen sollte der Kamm auf Läuse untersucht werden.

        Kopfläuse behandeln

        Physikalische Behandlung von Kopfläusen

        Bei der physikalischen Therapieform werden Läusemittel mit Silikonölen (Dimeticon) eingesetzt. Das Silikonöl dringt in die winzig kleinen Atemöffnungen der Läuse, verstopft diese und die Laus erstickt dadurch.

        Da die Wirkung von Dimeticon rein physikalisch ist, können sich keine Resistenzen gegen den Wirkstoff bilden. Die Produkte sind frei von Insektiziden und Nervengiften und können so unbedenklich bei Kleinkindern angewendet werden. Auch für Schwangere und Stillende ist die Anwendung von Silikonölen laut embryotox.de das Mittel der Wahl.

        Chemische Behandlung von Kopfläusen

        Bei der chemischen Behandlung werden Insektizide eingesetzt, die giftig für die Kopfläuse sind. Zur Verfügung stehen die Wirkstoffe Allethrin, Permethrin und Pyrethrum. Sie greifen das Nervensystem der Läuse an und die Läuse sterben innerhalb von 30 Minuten ab.

        Die chemischen Wirkstoffe zählen in der Läusebehandlung zu den bewährten Mitteln, es wird jedoch vermutet dass sich langsam Resistenzen gegen die Präparate entwickeln. Außerdem können sie allergische Reaktionen auslösen.

        Mechanische Behandlung

        Das nasse Auskämmen der Haare mit einem Läusekamm sollte IMMER mit einer chemischen oder physikalischen Behandlung einhergehen. Dabei sollte folgendes Behandlungsschema angewendet werden:

        Einige Hersteller werben mit Präparaten die nur einmal angewendet werden müssen. Der Kunde ist jedoch darauf hinzuweisen, dass für eine Erfolgreiche Behandlung auf jeden Fall nach 8 Tagen ein Kontroll-Kämmen stattfinden muss. Werden dabei erneut Läuse festgestellt muss die Behandlung wiederholt werden.

        „Wir haben Scharlach!“ – was Eltern und PTA wissen sollten

        Zu Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich auch die Scharlach-Infektionen. Anhand der Symptome kann der Arzt meist eine eindeutige Diagnose stellen, der positive Abstrich auf Streptokokken der Sero-Gruppe A gibt dann Sicherheit.

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        Was ist bei der Behandlung zu beachten

        Die Packungsbeilage immer genau lesen: Muss das Präparat im Trockenen oder im feuchten Haar angewendet werden?

        • Einwirkzeit beachten! Manche Mittel müssen nur 10 Minuten einwirken, andere 30-45 Minuten.
        • Je länger die Haare, desto mehr Läusemittel muss verwendet werden. Es muss sichergestellt sein dass das Haar vollständig benetzt und das Präparat gleichmäßig verteilt ist.
        • Es muss eine Wiederholungsbehandlung durchgeführt werden.

        Läusen vorbeugen

        Seit kurzem werden auch Sprays zur Vorbeugung gegen Läuse angeboten. Diese werden nach der Haarwäsche auf das (noch nicht von Läusen befallene) Haar aufgesprüht und trocknen gelassen. Die enthaltenen Inhaltsstoffe sind Eucalyptus citriodora (=Zitroneneukalyptus) oder Octan-1,2-diol. Beide Wirkstoffe weisen eine Insektizide Wirkung auf.

        Erstattungsfähigkeit von Läusemitteln

        Oft werden die Läusemittel von den Eltern im Notfall zuerst in der Apotheke geholt und erst später das Rezept vom Arzt ausgestellt und dann nachgereicht. In diesem Fall ist es wichtig auch zu wissen, welche Präparate von der Kasse erstattet werden.

        Das deutsche Apothekenportal stellt hier eine Arbeitshilfe dazu zur Verfügung in der alle Präparate, sowie deren Erstattungsfähigkeit aufgeführt sind.

        Weiterführende Informationen findet Ihr im aktualisierten RKI-Ratgeber Kopflausbefall.

        Kopfläuse: Das Wichtigste für PTA im Überblick 

        • Die Vorbeugung von Kopfläusen basiert auf gezielten Maßnahmen zur Minimierung der Übertragungsrisiken:
        • Aufklärung: Sensibilisierung von Eltern, Kindern und Betreuungspersonal über die Übertragungswege, insbesondere den direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt.
        • Regelmäßige Kontrollen: Wöchentliches Absuchen der Haare mit einem feinzinkigen Nissenkamm, insbesondere bei Kindern in Gemeinschaftseinrichtungen.
        • Vermeidung von Kontakt: Teilen von persönlichen Gegenständen wie Kämmen, Bürsten, Hüten oder Kopfbedeckungen sollte vermieden werden.
        • Sorgfalt in Gemeinschaftseinrichtungen: Maßnahmen wie das Zusammenbinden langer Haare und die Vermeidung enger Kopfkontakte in Schulen und Kindergärten können das Risiko reduzieren.
        • Eine effektive Vorbeugung setzt auf die frühzeitige Erkennung und gezielte Informationen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. 

        Quellenangaben

        Meister L, Ochsendorf F: Headlice—epidemiology, biology,
        diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 763–72.
        DOI: 10.3238/arztebl.2016.0763

        Inhalt

        • Entwicklungsstadien
        • Kopfläuse erkennen
        • Behandlungsmethoden
        • Vorbeugung

        Sonnenstich bei Kindern und Babys erkennen

        Lange Aufenthalte in der Sonne können zu einem Sonnenstich führen. Zu den typischen Symptomen gehören starke Kopfschmerzen, Ohrensausen und Übelkeit. Lebensbedrohliche Komplikationen sind möglich.

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          Home Gesundheit Kindergesundheit
          Autor: PTA Redaktion
          Geprüft: Stephanie Nitsch
          Lesezeichen
          Lesedauer ca. 3 min
          30.07.2025

          „Wir haben Scharlach!“ – was Eltern und PTA wissen sollten

          Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die vor allem Kinder im Vorschul- und Grundschulalter betrifft, aber auch Erwachsene können erkranken. Die durch Streptokokken verursachte Erkrankung äußert sich typischerweise durch Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und einen charakteristischen Ausschlag.

          Entscheidend ist, auf die richtige Anwendung von Antibiotika und unterstützende Maßnahmen einzugehen, um den Heilungsprozess zu fördern und Komplikationen zu vermeiden. Eine einfühlsame Beratung hilft, Ängste zu lindern und die betroffenen Familien zu unterstützen.

          Scharlach - betroffenes Kind mit seiner Mutter.
          Scharlach – besorgte Mutter mit ihrer erkrankten Tochter.

          Scharlach – eine bakterielle Infektionskrankheit

          Zu Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich auch die Scharlach-Infektionen. Anhand der Symptome kann der Arzt meist schon eine eindeutige Diagnose stellen, der positive Abstrich auf Streptokokken der Sero-Gruppe A gibt dann Sicherheit.

          Bei Scharlach handelt es sich um eine hochansteckende, bakterielle Infektionskrankheit, die von Streptokokkus pyogenes Stämmen ausgelöst wird, die zur Produktion des Scharlachtoxins fähig sind. Die Inkubationszeit beträgt 1-3 Tage, selten länger. Die Streptokokken werden dabei durch Tröpfcheninfektion durch Niesen, Husten usw. oder durch Schmierinfektionen über kontaminierte Gegenstände (Türklinken, Spielzeuge) übertragen.

          Welche Symptome treten bei Scharlach auf?

          Sie beginnt meist mit hohem Fieber und Halsschmerzen oder eitriger Mandelentzündung, in der Regel plötzlich wie aus heiterem Himmel. Unspezifische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit können die Infektion ankündigen.

          Schüttelfrost und geschwollene Lymphknoten sowie Wangenrötung und periorale Blässe (Milchbart) treten ebenfalls häufig auf. Der typische punktförmige, rote Hautausschlag beginnt meist nach 2 Tagen zunächst in der Leistengegend und fühlt sich sandartig an.

          Scharlach Diagnose bei Kindern durch den Kinderarzt
          Scharlach Diagnose bei Kindern durch den Kinderarzt.

          Himbeerzunge und Hautausschlag: Ein typischer Verlauf

          Gefolgt von der charakteristischen Himbeerzunge. Die Himbeerzunge muss allerdings nicht immer präsent sein, sie ist zunächst weiß belegt und eine Papillenhyperplasie entsteht, bevor sie sich stark rötet. Das Exanthem besteht ungefähr 6-9 Tage, danach schält sich die Haut meist, überwiegend betroffen sind hier Hand -und Fußinnenflächen.

          Der Hautausschlag wird von Experten zwar als nicht-juckend beschrieben, doch mit der Einnahme des Antibiotikums kommt es zum Zerfall der gebildeten Toxine, welches einen starken Juckreiz auslösen kann.

          Scharlach-Eine Kinderkrankheit, die man einmal durchmachen muss?

          Früher galt die Scharlach-Erkrankung, welche nicht antibiotisch behandelt wurde, als durchgemachte „Kinderkrankheit“. Doch so einfach ist es leider nicht. Eine Immunität wäre nur gegen das jeweils vorherrschende Toxin möglich.

          Zudem kann das vom Körper gebildete Antitoxin als Spätfolge Herzklappen, Gelenke oder das Nierengewebe angreifen. Mehrfacherkrankungen durch betahämolysierende Streptokokken sind aufgrund verschiedener Scharlach-Stämme möglich, unabhängig der erfolgten Behandlung.

          Des Weiteren würde eine Immunität nur gegen den charakteristischen Hautausschlag schützen, nicht aber vor der eigentlichen Entzündung.

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          Therapie bei Scharlach

          Scharlach wird mittels Antibiotika (10- tätige Gabe von Penicillin bzw. Amoxicillin oder Ampicillin, 5 Tage orale Cephalosporine bei Kindern gleichwertig) und Schmerz-sowie fiebersenkenden Medikamenten behandelt. Demnach sind die Kinder bereits nach 24 Stunden der ersten Einnahme nicht mehr ansteckend, aber natürlich noch lange nicht gesund. Ohne Antibiotikum beträgt die Ansteckungszeit bis zu 3 Wochen.

          Mit Antibiotika und Fürsorge gegen Spätfolgen

          Das Antibiotikum soll vor Komplikationen wie der eitrigen Mandelentzündung inklusive Bildung eines Peritonsillarabszesses, einer Lungenentzündung, Sinusitis und Mittelohrentzündung schützen. Mögliche Spätfolgen (nach 4-6 Wochen) wie das akute rheumatische Fieber oder die akute Nierenentzündung sollen vermieden werden. Körperliche Schonung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollten bedacht werden.

          Bettruhe, aber vor allem Liebe und Geborgenheit und eine ausreichende Zeit zur Erholung tragen zur Genesung des Kindes bei.

          Scharlach: Das Wichtigste für PTA im Überblick

          • Bei Scharlach handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit Streptokokkus pyogenes Stämmen, welche zusätzlich mit einem Bakteriophagen infiziert wurden, das die Fähigkeit besitzt das Scharlachtoxin zu bilden.
          • Sie ist hochansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion oder Schmierkontamination übertragen, selten über offene Wunden.
          • Plötzliche Halsschmerzen mit hohem Fieber sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
          • Die Himbeerzunge sowie der charakteristische Hautausschlag können abgeschwächt erscheinen.
          • Der Nachweis erfolgt anhand der Symptome und des Streptokokken-Abstrichs.
          • Die Infektion wird mittels Antibiotika behandelt, diese soll vor Komplikationen und Spätfolgen schützen.
          • Eine S.-pyogenes-Sepsis kann in seltenen Fällen entstehen.
          • Die Einnahmeempfehlung des Arztes sollte ebenfalls zur Vermeidung von Komplikationen und Rückfällen unbedingt eingehalten werden.
          • Mehrfacherkrankungen sind möglich aufgrund verschiedener Scharlach-Stämme.

          Quellenangaben

          Inhalt

          • Scharlach: Was ist das?
          • Welche Symptome treten auf?
          • Himbeerzunge und Hautausschlag
          • Therapie und Behandlung
          • PTA-Wissen im Überblick

          Reiseübelkeit bei Kindern: Hilfe und Tipps

          Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Eltern ergreifen können, um die Beschwerden zu lindern und die Reise für ihre Kinder angenehmer zu gestalten.

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            Home Gesundheit Kindergesundheit
            Autor: PTA Redaktion
            Geprüft: Stephanie Nitsch
            Lesezeichen
            Lesedauer ca. 7 min
            21.01.2025

            Reiseübelkeit bei Kindern: Hilfe und Tipps für unterwegs

            Reiseübelkeit, auch als Kinetose bezeichnet, ist ein weit verbreitetes Problem bei Kindern und kann das Reisen für die gesamte Familie erheblich erschweren. Besonders im Auto, in Flugzeugen oder auf Schiffen reagieren viele Kinder empfindlich auf die Bewegung, was Übelkeit, Schwindel und Erbrechen zur Folge haben kann.

            Diese Symptome entstehen, wenn das Gehirn widersprüchliche Signale von den Augen, dem Innenohr und dem Gleichgewichtssinn erhält. Obwohl Reiseübelkeit unangenehm ist, sollten Reisetabletten nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Eltern ergreifen können, um die Beschwerden zu lindern und die Reise für ihre Kinder angenehmer zu gestalten.  

            Eine kleine Reiseapotheke kann im Urlaub sehr hilfreich sein

            Reiseübelkeit – was ist das? 

            Kinetose, auch als Reisekrankheit oder Bewegungskrankheit bekannt, entsteht durch widersprüchliche Sinneseindrücke, die das Gehirn während der Bewegung verarbeitet. Im Wesentlichen ist sie eine Reaktion auf den sogenannten „sensorischen Konflikt“ zwischen den Informationen, die vom Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat) im Innenohr und den Augen an das Gehirn gesendet werden. 

            Während das Kind beispielsweise still im Auto sitzt, nehmen die Augen die vorbeiziehende Landschaft wahr, was Verwirrung im Gehirn auslösen und Übelkeit verursachen kann. 

            Mechanismus der Kinetose 

            1. Gleichgewichtsorgan im Innenohr: Das Vestibularsystem, das sich im Innenohr befindet, besteht aus den Bogengängen und den Otolithenorganen (Sacculus und Utriculus). Diese Strukturen reagieren auf lineare und rotatorische Bewegungen des Kopfes und senden Informationen über die Körperhaltung und Bewegung an das Gehirn. 
            1. Visuelle Wahrnehmung: Die Augen registrieren die Umgebung und liefern dem Gehirn Informationen über die Position und Bewegung des Körpers im Raum. 
            1. Mismatch – der sensorische Konflikt: 
            • Während einer Reise (z. B. im Auto, Flugzeug oder auf dem Schiff) bewegt sich der Körper, und das Vestibularorgan nimmt diese Bewegungen wahr, insbesondere ruckartige, kippende oder schwankende Bewegungen. 
            • Wenn die Augen jedoch einen stationären, unbeweglichen Bereich wahrnehmen, wie z. B. den Innenraum eines Autos, entsteht ein Konflikt zwischen den von den Augen gesendeten und den vom Vestibularapparat empfangenen Informationen. Das Gehirn erhält widersprüchliche Signale: Während die Augen Stillstand melden, registriert das Gleichgewichtsorgan Bewegung. 
            • Dieser sensorische Konflikt führt zu einer Überforderung des Gehirns, das die Informationen nicht richtig verarbeiten kann. 
            1. Folgen des sensorischen Konflikts: Das Gehirn interpretiert diesen Widerspruch zwischen den Sinneswahrnehmungen als Hinweis auf eine Bedrohung oder Vergiftung (möglicherweise durch neurotoxische Substanzen). In der Evolution wurde der Körper darauf trainiert, bei solchen widersprüchlichen Signalen Schutzmechanismen wie Übelkeit und Erbrechen auszulösen, um potenzielle Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. 

            Symptome der Kinetose 

            Die Kinetose äußert sich durch eine Reihe von Symptomen, die sich in ihrer Intensität steigern können: 

            • Müdigkeit, Gähnen, verminderte Aufmerksamkeit 
            • Kalter Schweiß, Blässe, Schwindel 
            • Vermehrter Speichelfluss 
            • Kopfschmerzen 
            • Übelkeit und Erbrechen, teils erhebliches Krankheitsgefühl 

            Wichtig: Das Sopite-Syndrom ist ein Frühsymptom der Kinetose, welches vom Betroffenen oft nicht bemerkt wird. Es äußert sich durch Müdigkeit, Schläfrigkeit, Desinteresse und Rückzug. 

            Ursachen und Auslöser der Reiseübelkeit

            Reiseübelkeit, auch Kinetose genannt, wird durch widersprüchliche Sinneseindrücke ausgelöst. Während das Gleichgewichtsorgan im Innenohr Bewegungen wahrnimmt, sieht das Auge häufig ein unbewegtes Bild, wie beispielsweise den Fahrzeuginnenraum.

            Dieser „Mismatch“ führt zu Symptomen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Besonders Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren sind hiervon betroffen, da ihr Gehirn auf diese widersprüchlichen Reize besonders sensibel reagiert. Untersuchungen legen nahe, dass eine genetische Veranlagung ebenfalls eine Rolle spielt1. 

            Warum Kinder besonders von Reiseübelkeit betroffen sind 

            Bei Kindern ist das Gleichgewichtssystem besonders empfindlich, da die Verbindung zwischen den optischen Eindrücken und den Gleichgewichtsreizen noch nicht vollständig entwickelt ist. Daher tritt die Kinetose bei Kindern häufiger und intensiver auf. Mit zunehmendem Alter passt sich das Gehirn besser an sensorische Konflikte an, was erklärt, warum die meisten Menschen ab der Pubertät weniger unter einer Reisekrankheit leiden.  

            Ein Kind, das im Auto sitzt und unter Übelkeit leidet.

            Reiseübelkeit – Symptome bei Kindern 

            Reiseübelkeit kündigt sich bei Kindern oft schleichend an. Die Kleinen wirken müde und schläfrig, unkonzentriert oder gähnen vermehrt. Weitere Anzeichen sind ein vermehrter Speichelfluss, kalter Schweiß, Kopfschmerzen, Übelkeit und schließlich Erbrechen. Besonders häufig sind Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren von einer Kinetose betroffen1. 

            Gut zu wissen: Ähnliche Symptome können auch durch Computerspiele entstehen, Stichwort simulator sickness. Hierbei entsteht ein visuell-vestibulärer Konflikt, visuelle Reize suggerieren eine Eigenbewegung, während das Gleichgewichtsorgan eine abweichende oder keine Bewegung wahrnimmt.2  

            Was tun, wenn das Kind erbricht? 

            Wenn ein Kind während der Reise unter Übelkeit leidet und erbricht, ist es wichtig, dass Eltern ruhig bleiben. Wenn möglich, sollten sie die Fahrt unterbrechen und mit dem Kind an die frische Luft gehen.

            Um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, sollte das Kind stilles Wasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken. Schwere oder fettige Mahlzeiten sind vor und während der Reise ungeeignet; stattdessen eignen sich frisches Obst und leichte Snacks besser. Eine Spucktüte, feuchte Reinigungstücher und Wechselkleidung sollten stets griffbereit sein, wenn die Reiseübelkeit bekannt ist. 

            Reisekrankheit Vorbeugung – Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern 

            Um die unangenehmen Symptome zu vermeiden, sollten Eltern darauf achten, die Bewegungsreize zu minimieren und den Kindern einen guten Blick auf den Horizont zu ermöglichen. Folgende Tipps können helfen: 

            • Richtiger Sitzplatz: Der Platz auf der Rückbank in der Mitte bietet eine freie Sicht nach vorne, was die Sinneseindrücke besser in Einklang bringt. 
            • Blick in die Ferne: Eltern sollten das Kind auf ruhende Objekte wie Berge lenken. Das hilft dem Gehirn, die widersprüchlichen Signale zu verarbeiten. Während der Fahrt möglichst nicht lesen und auf dem Schiff an der frischen Luft aufhalten. 
            • Pausen einlegen: Regelmäßige Pausen, frische Luft und kurze Bewegung können Wunder wirken. 
            • Ruhige Plätze wählen: Ob auf dem Schiff oder im Flugzeug, der Platz in der Mitte ist oft am ruhigsten, da dort weniger Bewegungen spürbar sind. 
            • Leichte Snacks: Ein leerer Magen fördert die Übelkeit, fettreiche Mahlzeiten sind ebenso ungünstig. Leichte Snacks wie Brezeln, Zwieback oder Obst sind bereits vor der Fahrt ideal. 

            Merke: Auch das Vermeiden von histaminreichen Lebensmitteln, wie einige Käsesorten (insbesondere reifer Käse) und viele Wursterzeugnisse (Salami) zählt zu den nicht-pharmakologischen Maßnahmen zur Vorbeugung.1 Auch Bananen, Backwaren mit Hefeteig oder Kakao sind reich an Histamin. 

            Ablenkung ja, aber richtig 

            Obwohl Ablenkung hilft, sollten Bücher, Handys und Tablets vermieden werden, da der Blick auf ein unbewegtes Objekt die Übelkeit verschlimmern kann. Stattdessen sind Musik, Hörspiele oder gemeinsame Ratespiele die bessere Wahl. 

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            Reiseapotheke – welche Mittel sind empfehlenswert? 

            Zur Behandlung und Vorbeugung von Reiseübelkeit werden in der Selbstmedikation vor allem H1-Antihistaminika der ersten Generation eingesetzt. Zu den häufigsten Wirkstoffen gehören Diphenhydramin und Dimenhydrinat.

            Diese wirken, indem sie zentrale Histamin-H1-Rezeptoren blockieren, was eine antiemetische Wirkung erzielt. Zusätzlich haben beide Substanzen eine anticholinerge Wirkung, da sie auch Muskarin-Rezeptoren blockieren. Die Medikamente sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Tabletten, Suppositorien und Kaugummis, sodass für unterschiedliche Bedürfnisse eine passende Option gewählt werden kann.

            Kleine Reiseapotheke für unterwegs

            Für unterwegs sind Reisekaugummis und Sublingualtabletten ideal, da sie schnell wirken, leicht zu transportieren sind und ohne Wasser eingenommen werden können. Allerdings sind Reisekaugummis erst ab 6 Jahren und Sublingualtabletten ab 12 Jahren geeignet. Für jüngere Kinder stehen daher nur Zäpfchen, Sirup und Trinklösungen in Portionsbeuteln zur Verfügung.3 

            Besondere Vorsicht ist bei Gabe des Wirkstoffs Dimenhydrinat bei Kleinkindern angezeigt. Überdosierungen, insbesondere in der Altersgruppe unter drei Jahren, können lebensbedrohlich sein und sollten unbedingt vermieden werden.3 

            Wichtig in der Beratung mit den Eltern: Arzneimittel sollten nur eingesetzt werden, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen, da keines der erhältlichen Mittel uneingeschränkt empfohlen werden kann. Kinder reagieren empfindlicher auf die Wirkstoffe als Erwachsene, was Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Unruhe, Verstopfung, trockenen Mund, Fieberkrämpfe oder eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit der Haut hervorrufen kann.4 

            Reisekaugummis und Sublingualtabletten sind perfekt für unterwegs.
            Reisekaugummis und Sublingualtabletten sind perfekt für unterwegs.

            Vorbeugung von Reiseübelkeit 

            Für die Vorbeugung von Reiseübelkeit bei Kindern gibt es nur wenige geeignete Medikamente. Zwei Wirkstoffe, Scopolamin und Diphenhydramin, wurden von Stiftung Warentest als wirksam für Jugendliche und Erwachsene bewertet, wobei die Eignung für Kinder eingeschränkt ist. Beide Wirkstoffe erfordern besondere Vorsicht bei der Anwendung aufgrund der Nebenwirkungen3: 

            • Scopolamin ist rezeptpflichtig und wird als Pflaster hinter dem Ohr angebracht. Es wirkt bis zu 72 Stunden, ist jedoch erst für Kinder ab 10 Jahren zugelassen. Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Schwindel, Sehstörungen und Mundtrockenheit. 
            • Diphenhydramin ist ein Antihistaminikum und blockiert Histaminrezeptoren im Gleichgewichtsorgan. Es kann bei Kindern ab 6 Jahren in reduzierter Dosierung (25-50 mg) eingesetzt werden. Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit und Schläfrigkeit. Stiftung Warentest empfiehlt es für Kinder nur eingeschränkt, da ernste Nebenwirkungen auftreten können. 

            Wichtig: Arzneimittel sollen bei Kindern nur eingesetzt werden, wenn andere Maßnahmen nicht greifen und dann auch nur in Ausnahmefällen nach fachkundiger Beratung. 

            Hausmittel und sanfte Alternativen bei Reiseübelkeit 

            Viele Eltern greifen auf sanfte Hausmittel und Homöopathie zurück, um die Symptome zu lindern. Folgende Mittel haben sich in der Praxis bewährt: 

            • Ein pflanzlicher Ansatz wäre Ingwer, wenn vom Kind angenommen. Ingwer ist reich an ätherischen Ölen, hat kaum Nebenwirkungen und soll bei Reiseübelkeit helfen. Allerdings enthält Ingwer auch Scharfstoffe und sollte bei kleinen Kindern nicht zum Einsatz kommen. 
            • Pfefferminz: Kaugummis oder Lutschbonbons mit Minzgeschmack (nicht für Kleinkinder geeignet) können Linderung verschaffen. 
            • Akupressur-Armbänder: Diese üben Druck auf bestimmte Punkte am Handgelenk aus und können gegen Übelkeit helfen. 

            Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Maßnahmen lässt sich die Reiseübelkeit bei Kindern meist gut in den Griff bekommen, sodass die Urlaubsfahrt für alle entspannter verläuft. 

            Wann zum Arzt? 

            Bei langanhaltenden oder sehr starken Beschwerden und wenn sich die Symptome trotz vorbeugender Maßnahmen nicht bessern, sollte Rücksprache mit dem Kinderarzt gehalten werden. 

            Quellenangaben

            1. Koch A, Cascorbi I, Westhofen M, Dafotakis M, Klapa S, Kuhtz-Buschbeck JP:  
              The neurophysiology and treatment of motion sickness.  
              Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 687–96. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0687 
            2. Kaufeld, M., Bourdeinik, J., Prinz, LM et al. Emotionen stehen im Zusammenhang mit der Entstehung visuell induzierter Reisekrankheit in der virtuellen Realität. Exp Brain Res 240 , 2757–2771 (2022). https://doi.org/10.1007/s00221-022-06454-z 
            3. Sprecher, N. (2022). VomiSaft®: Neue Option bei Reisekrankheit? Online verfügbar unter: https://www.ptaheute.de/aktuelles/2022/12/16/vomi-saft-neue-option-bei-reisekrankheit. Abgerufen am 01.10.2024. 
            4. Müller, C. (2021). Was hilft bei Reiseübelkeit? Online verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/06/04/was-hilft-bei-reiseuebelkeit/chapter:2. Abgerufen am 01.10.2024. 

            Inhalt

            • Reiseübelkeit (Definition)
            • Symptome
            • Ursachen und Auslöser
            • Vorbeugung
            • Ideale Reiseapotheke
            • Einfache Hausmittel
            • Wann zum Arzt? 
            Sonnenstich bei Kindern erkennen

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            • Ursachen einer bakteriellen Vaginose

              14.10.2025: Die BV wird heute als Syndrom verstanden, bei dem immunologische, mikrobiologische und ökologische Faktoren ineinandergreifen. Ein fest an der Vaginalwand haftender Biofilm ist charakteristisch.

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            • Behandlung der bakteriellen Vaginose

              14.10.2025: Eine bakterielle Vaginose wird leitliniengerecht mit Antibiotika behandelt, Antiseptika stehen ebenfalls zur Verfügung. Zusätzlich kann der Einsatz von Laktobazillen die Heilung unterstützen und Rezidiven vorbeugen.

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            • Bakterielle Vaginose – Symptome und Diagnostik

              14.10.2025: Typisch ist ein vermehrter, dünnflüssiger, grau-weißlicher Fluor vaginalis, der vaginale pH-Wert ist in der Regel ≥ 4,5. Grundlage der Diagnostik sind die Amsel-Kriterien und/oder der Nugent-Score.

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              Home Gesundheit Kindergesundheit
              Autorin: Julia Heidorn
              Geprüft: Stephanie Nitsch
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              Lesedauer ca. 5 min
              13.01.2025

              ADHS im Fokus: Klärung der Ursachen, Auswirkungen und Therapieoptionen

              Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gilt als „Modediagnose“. Dabei handelt es sich jedoch um eine psychische Störung, die die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Erwachsenen erheblich einschränken kann.

              Wichtig ist daher eine adäquate, auch pharmakologische Therapie. Die wichtigsten Informationen zur Beratung von ADHS-Betroffenen und ihren Angehörigen findet ihr im folgenden Artikel.

              Kind mit ADHS-Symptomen
              Therapeutin in Interaktion mit einem Kind, das unter ADHS-Symptomen leidet.

              Einführung: ADHS – was bedeutet das?

              Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist eine psychische Störung, die je nach Form und Ausprägung mit Hyperaktivität, eingeschränkter Impulskontrolle und/oder Konzentrationsproblemen einhergeht. Unterschieden wird zwischen drei verschiedenen Formen:

              • vorwiegend unaufmerksamer Typ
              • vorwiegend hyperaktiver und impulsiver Typ
              • kombinierter Typ

              ADHS: Häufigkeit, Geschlechtsverteilung und Diagnose

              Für ADHS bei Kindern und Jugendlichen liegt die Häufigkeit bei fünf bis sechs Prozent.¹´² ADHS bei Erwachsenen ist seltener: Fachleute gehen davon aus, dass ein Drittel bis die Hälfte derjenigen, die in der Jugend betroffen waren, auch im Erwachsenenalter noch unter den Einschränkungen leiden.²´³ Männer sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Frauen.³

              ADHS wird häufig als „Modediagnose“ belächelt. Tatsächlich ist es heute wahrscheinlicher, dass die Störung diagnostiziert wird. Das liegt aber daran, dass ADHS mittlerweile bekannter ist. So ist die Chance größer, dass die Störung als solche erkannt und diagnostiziert wird. Neu ist sie auch nicht: Sie wurde – damals noch nicht unter diesem Namen – bereits im achtzehnten Jahrhundert beschrieben.²

              Symptome: Wie zeigt sich ADHS?

              Charakteristisch sind die bereits erwähnten ADHS-Symptome:

              • Konzentrationsprobleme und/oder
              • Hyperaktivität und Impulsivität

              Damit gehen zahlreiche Risiken einher, die die Lebensqualität, Karrierechancen, mentale und körperliche Gesundheit der Betroffenen stark einschränken können. So haben ADHS-Betroffene beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Verkehrsunfälle und Drogenmissbrauch. Mangelnder Erfolg in Schule und Beruf kann ebenfalls auf ADHS zurückgehen.

              ADHS wird mittels psychologischer Tests diagnostiziert.

              Regelmäßig zeigen sich physische Komorbiditäten, die zumindest teilweise durch das impulsive Verhalten von Betroffenen entstehen oder schlechter werden können.

              Dazu gehören unter anderem Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und sexuell übertragbare Krankheiten. Zudem kann ADHS mit Autismus einhergehen. Die Diagnose erfolgt anhand psychologischer ADHS-Tests.

              Ursachen: ADHS – was passiert im Gehirn?

              Bei Menschen mit ADHS liegt eine Störung im Botenstoffsystem des Gehirns vor, insbesondere ein Ungleichgewicht zwischen Dopamin und Noradrenalin. Einzelne Abschnitte im Gehirn sind dadurch nicht in der Lage, wie bei Gesunden miteinander zu kommunizieren. Das Ungleichgewicht tritt besonders in den Bereichen des Gehirns zutage, die für die Informationsverarbeitung zuständig sind. Die ständige Reizüberflutung im ADHS-Gehirn hat die genannten Symptome zur Folge.

              „Erziehungssache“ ist ADHS also nicht. Das familiäre und schulische Umfeld können höchstens beeinflussen, wie stark ausgeprägt die Symptome auftreten und wie sehr das Kind dadurch eingeschränkt wird. Eine erbliche Veranlagung für ADHS ist für siebzig bis fünfundneunzig von hundert Fällen verantwortlich.³ Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass die folgenden Faktoren das ADHS-Risiko erhöhen könnten:

              • bestimmte Medikamente, die die Mutter in der Schwangerschaft genommen hat
              • gesundheitliche Probleme der Mutter und/oder Komplikationen in der Schwangerschaft
              • Toxine aus der Umwelt

              Eventuell besteht ein Zusammenhang mit einem Mangel an Eisen, Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren.

              Therapie: ADHS – was tun?

              Idealerweise erfolgt die Behandlung von ADHS mit Ergo- und Psychotherapie. Bei Bedarf kommen auch Medikamente zum Einsatz. Die pharmakologische ADHS-Therapie erfolgt mit

              • Stimulanzien (Methylphenidat, Amfetamin, Lisdexamfetamin),
              • Atomoxetin oder
              • Guanfacin.

              Führt die Behandlung mit einem Wirkstoff nicht zu einer relevanten Besserung, kann eine Kombitherapie erfolgen.

              Dass Stimulanzien bei einer Störung helfen sollen, die unter anderem mit Hyperaktivität einhergeht, wirkt zunächst paradox. Doch gleichen die Stimulanzien das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn von Betroffenen aus. Sie gelten insgesamt als wirksamer und sind die ADHS-Medikamente erster Wahl; allerdings ist das Risiko für Substanzmissbrauch erhöht. Hier ist es wichtig, Betroffene und/oder deren Angehörige zu sensibilisieren.

              Wichtige Kontrollen und Überwachungen bei der Behandlung von ADHS

              Vor der Verordnung sind eine körperliche, kardiologische und neurologische Untersuchung notwendig. Nur wenn keine relevanten Vorerkrankungen bestehen, kann eine Behandlung mit Stimulanzien erfolgen. Gerade in der Zeit nach der Erstverordnung und nach jeder Dosisanpassung von ADHS-Medikamenten sind regelmäßige Kontrollen wichtig, um eventuelle Nebenwirkungen feststellen zu können.

              Dazu gehören auch Wahnvorstellungen bei der Einnahme von Stimulanzien. Später sind halbjährliche Kontrollen ausreichend. Hier werden je nach Präparat beispielsweise Puls und Blutdruck gemessen und überprüft, ob Anzeichen von Somnolenz vorliegen.

              Überwachung von Nebenwirkungen und Behandlungsbedarf bei ADHS

              Bei Erwachsenen muss regelmäßig das Körpergewicht überprüft werden, bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich das Wachstum. Atomoxetin kann sexuelle Funktionsstörungen und Dysmenorrhoe sowie in seltenen Fällen Leberschädigungen verursachen. Prophylaktische Untersuchungen der Leberfunktion sind jedoch nicht erforderlich.

              Krampfanfälle und Tics können sich unter der Behandlung mit ADHS-Tabletten verschlechtern oder erstmalig auftreten. Auch eine bestehende Angststörung kann stärker werden.

              Halbjährlich bis jährlich sollte der behandelnde Arzt überprüfen, ob eine medikamentöse Behandlung der ADHS noch notwendig ist.

              ADHS: Das Wichtigste für PTA im Überblick

              • ADHS ist eine psychische Störung, die sich in Form von Hyperaktivität, eingeschränkter Impulskontrolle und/oder Konzentrationsproblemen äußern kann.
              • Unterschieden werden drei unterschiedliche Formen: der vorwiegend unaufmerksame, der vorwiegend hyperaktive und impulsive sowie der kombinierte Typ.
              • Betroffene haben eine verminderte Lebensqualität und geringere Karrierechancen.
              • Diverse körperliche und psychische Begleiterkrankungen sind bekannt, darunter beispielsweise Autismus, Drogenmissbrauch, Bluthochdruck und Diabetes.
              • Den Symptomen liegt ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn zugrunde. Ursächlich ist häufig eine erbliche Veranlagung.
              • Die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft, die Gesundheit der Mutter sowie Komplikationen in der Schwangerschaft könnten ebenso eine Rolle spielen wie Toxine aus der Umwelt.
              • ADHS ist keine „Erziehungssache“ und auch keine „Modediagnose“: Das Umfeld spielt keine Rolle beim Entstehen der Erkrankung, es beeinflusst höchstens die Ausprägung. ADHS-ähnliche Krankheitsbilder wurden bereits im achtzehnten Jahrhundert beschrieben.
              • Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit Stimulanzien, Atomoxetin oder Guanfacin.
              • Gerade in der Anfangszeit sind engmaschige Kontrollen notwendig, um das Auftreten von Nebenwirkungen zu erkennen.
              • Patienteninformation der Bundesärztekammer
              • ADHS-Leitlinie (aktuell in Überarbeitung)
              • Video-Animation über das Aufwachsen mit ADHS
              Autorin
              Julia Heidorn

              Julia Heidorn ist ausgebildete Ernährungsberaterin und seit 2013 freiberufliche Medizinautorin. Sie schreibt über verschiedene Fachrichtungen, schwerpunktmäßig über Orthopädie, Rheumatologie und Dermatologie. Dabei richten sich ihre Texte teils an Laien, teils an ein Fachpublikum.

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              Geprüft
              Stephanie Nitsch

              Stephanie Nitsch hat ihren Abschluss als examinierte Krankenschwester an der Universität zu Lübeck absolviert und arbeitete 10 Jahre im Operationsdienst verschiedener Fachgebiete. Als geprüfte Pharmareferentin besuchte sie anschließend neurologische und urologische Facharztpraxen, Kliniken und Apotheken. Im European Surgical Institute, dem europäischen Schulungszentrum der Firma Johnson&Johnson für minimal-invasive Chirurgie, betreute sie die CME-Kurse (Continuing Medical Education) für Chirurgen und war für die Schulung der neuen Außendienstmitarbeiter verantwortlich. Als spätere Gebietsmanagerin lagen ihr die Aus- und Weiterbildung sowie die klinische Anwendungsberatung des Ethicon-Produktportfolios im Operationssaal besonders am Herzen. Als medizinische Redakteurin unserer Healthcare-Abteilung verfasst sie Fachpublikationen und Patienteninformationen.

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              Quellenangaben

              1. RKI – INTEGRATE-ADHD – ADHS in Deutschland – Vergleich und Integration administrativer und epidemiologischer ADHS-Diagnosedaten durch klinisches Assessment (INTEGRATE-ADHD)
              2. Stephen V. Faraone et al.: The World Federation of ADHD International Consensus Statement: 208 Evidence-based conclusions about the disorder, Neuroscience & Biobehavioral Reviews, Volume 128, 2021, Pages 789-818, ISSN 0149-7634, https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2021.01.022.
              3. Pschyrembel Online | ADHS

              Inhalt

              • ADHS: Was bedeutet das?
              • Symptome: Wie zeigt sich ADHS?
              • Ursachen: Was passiert im Gehirn?
              • Therapie und Behandlung
              • PTA-Wissen im Überblick

              Reiseübelkeit bei Kindern: Hilfe und Tipps

              Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Eltern ergreifen können, um die Beschwerden zu lindern und die Reise für ihre Kinder angenehmer zu gestalten.

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              • Diabetes in der Schwangerschaft

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              • Behandlung der akuten Vaginalmykose

                19.12.2025: Die typischen Beschwerden einer akuten Vaginalmykose lassen sich in der Regel rasch und effektiv lindern. Standard der Therapie ist die lokale Anwendung eines Antimykotikums aus der Gruppe der Imidazole, insbesondere Clotrimazol.

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              • Symptome und Diagnostik der akuten Vaginalmykose

                19.12.2025: Leitsymptom der akuten Vaginalmykose ist ein starker, oft quälender Juckreiz, insbesondere am Scheideneingang. Häufig treten zusätzlich Brennen, Rötung und Schwellung im Intimbereich auf. Die Diagnose erfolgt mittels Abstrich.

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                14.10.2025: Eine bakterielle Vaginose wird leitliniengerecht mit Antibiotika behandelt, Antiseptika stehen ebenfalls zur Verfügung. Zusätzlich kann der Einsatz von Laktobazillen die Heilung unterstützen und Rezidiven vorbeugen.

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              • Bakterielle Vaginose – Symptome und Diagnostik

                14.10.2025: Typisch ist ein vermehrter, dünnflüssiger, grau-weißlicher Fluor vaginalis, der vaginale pH-Wert ist in der Regel ≥ 4,5. Grundlage der Diagnostik sind die Amsel-Kriterien und/oder der Nugent-Score.

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                Home Gesundheit Kindergesundheit
                Autor: Julia Heidorn
                Geprüft von: Stephanie Nitsch
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                Lesedauer ca. 5 min
                09.12.2024

                Sonnenstich bei Kindern und Babys – richtig erkennen und behandeln

                Lange Aufenthalte in der Sonne können zu einem Sonnenstich führen. Kinder sind besonders gefährdet. Zu den typischen Symptomen gehören starke Kopfschmerzen, Ohrensausen und Übelkeit. In schweren Fällen sind lebensbedrohliche Komplikationen möglich.

                Wann ein Arzt hinzugezogen werden muss und was es sonst noch zu beachten gilt, lest ihr im Folgenden.

                Sonnenstich: Wenn Kindern die Hitze zu Kopf steigt
                Sonnenstich: Wenn Kindern die Hitze zu Kopf steigt

                Was ist ein Sonnenstich?

                Zu einem Sonnenstich (auch Heliosis, Insolation, Ictus solis) kann es kommen, wenn man zu lange starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt war. Meist treten die Symptome mit zeitlicher Verzögerung auf.

                Anzeichen für einen Sonnenstich können starke Kopf -und Nackenschmerzen, Übelkeit, Schwindel und bei Kindern auch Fieber sein. Der Kopf ist dabei heiß und gerötet, die Haut jedoch trocken. Betroffene Säuglinge schreien meist viel und verweigern die Nahrung.

                Bei Kindern können die Beschwerden auch unspezifisch sein, etwa Unwohlsein oder Berührungsempfindlichkeit. Die Symptome werden durch eine Reizung der Hirnhäute ausgelöst.

                Symptome für Hirnödeme bei Kindern erkennen

                In schweren Fällen kommt es zum Hirnödem, also einer Flüssigkeitsansammlung im Gehirn. Sie bewirkt eine Schwellung, sodass das Gehirn von innen gegen die Schädelknochen drückt. Dabei können Gehirnzellen geschädigt oder von der Blutversorgung abgeschnitten werden. Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle können Anzeichen eines Hirnödems sein. Tritt eines dieser Symptome auf, ist sofort der Notarzt zu alarmieren.

                Besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern ist es für Laien kaum möglich, sicher einzuschätzen, ob es sich um einen leichten oder schwerwiegenden Sonnenstich handelt. Im Zweifelsfall ist immer ein ärztlicher Rat hinzuzuziehen.

                Erste Hilfe beim Sonnenstich

                Besteht zunächst kein Verdacht auf einen starken Sonnenstich, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

                • unverzüglich Schatten oder einen geschlossenen Raum aufsuchen: Da die Symptome meist erst später auftreten, ist das eventuell ohnehin schon geschehen.
                • hinlegen, den Kopf leicht erhöht lagern, um den Druck zu reduzieren
                • Kopf und Nacken kühlen: entweder mit feuchten Tüchern oder mit in Tücher gewickelten kalten Kompressen
                • etwas trinken: Das gilt aber nur, wenn keine Übelkeit oder Bewusstseinstrübung besteht. Bei langen Aufenthalten in der Sonne wird oft auch stark geschwitzt, was zu einem Verlust von Mineralstoffen führen kann. Dieser kann durch Elektrolytlösungen oder -pulver ausgeglichen werden.
                • Ruhe: Ist die/der Betroffene aufgeregt, sollte sie/er beruhigt werden. Auch in den Folgetagen sollte man direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengungen meiden.

                Schmerzmittel wie Ibuprofen sollten bei Verdacht auf Sonnenstich nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen oder verabreicht werden. Insbesondere Kinder, nach Möglichkeit aber auch erwachsene Betroffene, sollte man nicht allein lassen.

                Sind die oben genannten Maßnahmen erfolgt und tritt innerhalb von zwanzig Minuten keine deutliche Besserung ein oder verschlimmern sich die Beschwerden sogar, muss der ärztliche Rettungsdienst verständigt werden.

                Weißer Hautkrebs: Gefährlicher als gedacht

                „Fehlender Sonnenschutz ist Körperverletzung“, warnt Prof. Breitbart. Der Begriff „weißer Hautkrebs“ umfasst das Basalzell- und Plattenepithelkarzinom. Lesen Sie hier das ausführliche Experteninterview.

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                Prävention: Wie beugt man einem Sonnenstich vor?

                Im Gegensatz zum Sonnenbrand wird ein Sonnenstich nicht durch die UV-, sondern durch Wärmestrahlung der Sonne ausgelöst. Aus diesem Grund sind Sonnencreme und Co. bei der Heliosis-Prävention wirkungslos. Dennoch ist geeigneter UV-Schutz bei Aufenthalten in der Sonne Pflicht.

                Am besten ist es, wenn vor allem Babys und kleine Kinder im Sommer während der Mittagszeit überhaupt nicht in die Sonne kommen. Doch auch wenn die UV-Strahlung nicht ganz so stark ist, sollten sie sich möglichst im Schatten aufhalten.

                Mit UV-Creme und Hut vor Sonnenstich schützen
                Ein Hut oder eine Mütze kann auch vor Sonnenstich schützen.

                Sonnengefahr für Kinder: Warum Pausen und Kopfschutz wichtig sind

                Bei Aufenthalten in der Sonne sollten regelmäßige »Sonnenpausen« eingelegt werden, während derer man Schatten oder geschlossene Räume aufsucht. Auch ein Hut oder eine andere Kopfbedeckung kann dabei helfen, einen Sonnenstich zu verhindern. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es jedoch nicht.

                Je direkter die Sonneneinstrahlung, desto größer das Ictus solis-Risiko. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da ihre Kopfbehaarung spärlich ist und die Fontanellen noch nicht geschlossen sind. Hinzu kommt, dass ein Sonnenstich bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen zu einer Hirnhautentzündung führen kann.

                Sonnenstich oder Hitzschlag?

                Neben dem Sonnenstich kann ein zu langer Aufenthalt in der Sonne auch einen Hitzschlag auslösen. Besonders häufig sind Babys und Kleinkinder sowie Senior*innen betroffen. Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Eine*r von zehn Patient*innen stirbt.

                Während sich ein Sonnenstich auf den Kopf konzentriert, ist beim Hitzschlag der ganze Körper betroffen. Die Körpertemperatur kann mehr als 40 °C betragen. Die Haut ist zwar gerötet, aber nicht verschwitzt, da der Organismus nicht mehr in der Lage ist, zu schwitzen. Der Puls ist schnell, der Blutdruck niedrig. Ein Hitzschlag geht oft mit Bewusstseinsstörungen einher. Im Zweifelsfall sollte immer der Rettungsdienst informiert werden.

                Sonnenstich bei Kindern: Das Wichtigste für PTA im Überblick

                • Eine zu große Exposition durch Sonnenstrahlung kann zum Sonnenstich führen.
                • Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Ohrensauen, ein heißer, geröteter Kopf und Übelkeit. Bei Kindern können Symptome auch unspezifisch sein.
                • Bei Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen besteht der Verdacht auf ein Hirnödem. Sofort den ärztlichen Notdienst verständigen! Es besteht Lebensgefahr.
                • Insbesondere bei Babys und Kleinkindern ist es sicherer, auch bei Verdacht auf einen leichten Sonnenstich ärztlichen Rat einzuholen.
                • Betroffene müssen sofort aus der Sonne, sich hinlegen und den Kopf kühlen.
                • Tritt nach 20 Minuten keine Besserung oder gar eine Verschlechterung ein, ist ärztliche Betreuung notwendig.
                • Nach starkem Schwitzen kann der Mineralienverlust durch Elektrolyte ausgeglichen werden.
                • Die beste Prävention ist, sich im Schatten aufzuhalten. Sonnenpausen und eine Kopfbedeckung plus Nackenschutz sind empfehlenswert.
                • Vor allem bei Kindern kann infolge der Heliosis eine Meningitis auftreten.
                • Kinder sollten ausreichend trinken und ggf. regelmäßig daran erinnert werden.
                • Kinder dürfen nicht im Auto zurückbleiben, auch nicht für ein paar Minuten.
                • Während der Sonnenstich sich auf den Kopfbereich beschränkt, betrifft der lebensbedrohliche Hitzschlag den ganzen Körper. Bei Unsicherheit: 112 anrufen!
                Autor
                Julia Heidorn

                Julia Heidorn ist ausgebildete Ernährungsberaterin und seit 2013 freiberufliche Medizinautorin. Sie schreibt über verschiedene Fachrichtungen, schwerpunktmäßig über Orthopädie, Rheumatologie und Dermatologie. Dabei richten sich ihre Texte teils an Laien, teils an ein Fachpublikum.

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                Geprüft von
                Stephanie Nitsch

                Stephanie Nitsch hat ihren Abschluss als examinierte Krankenschwester an der Universität zu Lübeck absolviert und arbeitete 10 Jahre im Operationsdienst verschiedener Fachgebiete. Als geprüfte Pharmareferentin besuchte sie anschließend neurologische und urologische Facharztpraxen, Kliniken und Apotheken. Im European Surgical Institute, dem europäischen Schulungszentrum der Firma Johnson&Johnson für minimal-invasive Chirurgie, betreute sie die CME-Kurse (Continuing Medical Education) für Chirurgen und war für die Schulung der neuen Außendienstmitarbeiter verantwortlich. Als spätere Gebietsmanagerin lagen ihr die Aus- und Weiterbildung sowie die klinische Anwendungsberatung des Ethicon-Produktportfolios im Operationssaal besonders am Herzen. Als medizinische Redakteurin unserer Healthcare-Abteilung verfasst sie Fachpublikationen und Patienteninformationen.

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                Quellenangaben

                1. Hitzschlag vermeiden. Informationen der TK. Online verfügbar unter: https://www.tk.de/techniker/magazin/reisen/reisen-ohne-risiko/hitzschlag-2009174
                2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Gesundheitsrisiko Sonne. Online verfügbar unter: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/risiko-sonne/
                3. Pschyrembel online. Heiosis. online verfügbar unter: https://www.pschyrembel.de/Heliosis/K09L2

                Inhalt

                • Sonnenstich (Definition)
                • Erste Hilfe
                • Vorbeugung
                • Sonnenstich oder Hitzschlag?
                • PTA-Wissen im Überblick

                Reiseübelkeit bei Kindern: Hilfe und Tipps

                Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Eltern ergreifen können, um die Beschwerden zu lindern und die Reise für ihre Kinder angenehmer zu gestalten.

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                  09.01.2026: Schwangerschaftsdiabetes entsteht durch eine Insulinresistenz. Begünstigt wird sie – ähnlich wie beim Typ-2-Diabetes – durch genetische Veranlagung, Übergewicht sowie Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung.

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                  12.11.2025: Nach der Einnistung führt die hormonelle Umstellung zu einer verstärkten Durchblutung der Scheidenschleimhaut, was häufig mit einem vermehrten Ausfluss einhergeht.

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                  14.10.2025: Typisch ist ein vermehrter, dünnflüssiger, grau-weißlicher Fluor vaginalis, der vaginale pH-Wert ist in der Regel ≥ 4,5. Grundlage der Diagnostik sind die Amsel-Kriterien und/oder der Nugent-Score.

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