In der Welt der Medizin, zwischen High-Tech und Naturheilkunde, ist viel Platz für unerwartete Headlines. Unser Liebling im Oktober: „Japanische Mutanten-Hühner legen Eier voller Krebs bekämpfender Medikamente“

Fast Company, ein etabliertes US-amerikanisches Wirtschaftsmagazin, teilte am 09. Oktober über Facebook die Nachricht: „Japanese mutant chickens are laying eggs filled with cancer-fighting drugs“. Was klingt wie der Plot eines richtig schlechten B-Movies hat natürlich einen ernsten Hintergrund. Die Forscher des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) haben Tiere mittels Gentechnik derart modifiziert, dass die Eier der Hühner nun das Protein Interferon-Beta enthalten, welches beispielsweise bei der Therapie von Multipler Sklerose eine wichtige Rolle spielt. Durch die „natürliche“ Produktion im Ei sollen die Kosten für den Wirkstoff gesenkt werden. Zugelassen ist der neue Produktionsprozess noch nicht.

Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie die technologische Entwicklung die Medizin vor und hinter den Kulissen verändert. Direkt aus der Science-Fiction übernommen ist beispielsweise die dieses Jahr beendete „Tricorder Competition“. Zwei Stiftungen schlossen sich hier zusammen, um das Team zu belohnen, dem es gelingen würde, ein mobiles Gerät zur Diagnose verschiedenster Krankheiten direkt vor Ort beim Patienten zu konstruieren – eben den berühmten „Tricorder“ aus Star Trek mit dem der Schiffsarzt sofort sämtliche Malaisen der Besatzung identifizieren kann. Das Gewinnergerät „DxtER“ verfügt dementsprechend über diverse Sensoren und Zugang zu medizinischen Datenbanken. In Verbindung mit dem Eindruck des Arztes oder Ersthelfers kann die künstliche Intelligenz in dem Gerät scheinbar sehr zuverlässige Diagnosen stellen. Die Entwicklung wird gemeinsam mit der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA fortgesetzt.

Quellen