ptadigital.de
  • Aktuell
  • Gesundheit
    • Fokus Frauengesundheit
      Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren: Die Apotheke berät kompetent zu hormoneller Balance, Prävention, Hautpflege und gynäkologischer Gesundheit – für Wohlbefinden in jeder Lebensphase.
      Mehr erfahren
    • Fokus Kindergesundheit
      Von Geburt bis Schulalter: Die Apotheke begleitet Eltern mit fachkundiger Beratung zu Ernährung, Entwicklung und verlässlicher Unterstützung bei Erkrankungen – für ein gesundes Aufwachsen von Anfang an.
      Mehr erfahren
    • Krankheitsbilder
    • Gelenkgesundheit
    • Gesundheit Digital
    • Prävention
  • Praxiswissen
    • Wirkstoffe und Nährstoffe
      Neue Medikamentenentwicklungen, innovative Darreichungsformen, Fortschritte in der Formulierungstechnik und wichtige Updates aus der pharmazeutischen Industrie.
      Mehr erfahren
    • Rezeptur
      Wissen rund um die individuelle Arzneimittelherstellung: Von präzisen Rezepturberechnungen und innovativen Rezepturtechniken bis hin zu aktuellen Entwicklungen und rechtlichen Vorgaben.
      Mehr erfahren
    • Beratung
      Gute Beratung ist mehr als Fachwissen – sie entscheidet, ob Menschen sich wirklich gut aufgehoben fühlen. Hier findet sich kompaktes Praxiswissen, das im Apothekenalltag direkt unterstützt.
      Mehr erfahren
  • Karriere
    • Arbeitsbereiche
      Für PTA gibt es neben öffentlichen Apotheken spannende Alternativen, wie Krankenhausapotheken oder den Pharma-Außendienst - hier die Arbeitsbereiche im Überblick.
      Mehr erfahren
    • Berufsinformationen
      Von den vielfältigen Aufgaben und Einsatzbereichen bis hin zu Ausbildung, Weiterbildung und Karriereperspektiven – hier finden Sie umfassende Informationen und wertvolle Einblicke.
      Mehr erfahren
    • Erfolgsgeschichten
      Wie vielfältig und zukunftsorientiert eine Laufbahn als PTA sein kann, zeigen unsere Erfolgsgeschichten: von persönlichen Meilensteinen über spannende Weiterbildungen bis hin zu außergewöhnlichen Karriereschritten.
      Mehr erfahren
  • Interviews
  • Kontakt
Home Darmkrebs: Strukturiertes…
Lesezeichen
Lesedauer ca. 3 min
10.08.2026

Darmkrebs: Strukturiertes Training nach der Therapie kann Prognose verbessern

Berlin – Bewegung erhält in der Versorgung nach Darmkrebs mehr Gewicht: Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie nun angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind neue Studiendaten, die zeigen, dass ein strukturiertes Bewegungsprogramm das krankheitsfreie Überleben und das Gesamtüberleben verbessern kann. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) sieht darin einen weiteren wichtigen Baustein in der modernen, evidenzbasierten Versorgung nach Darmkrebs.

Nach einer Darmkrebstherapie stehen für viele Patientinnen und Patienten zunächst Erholung, Kontrolluntersuchungen und die Sorge vor einem Rückfall im Vordergrund. Doch auch der Lebensstil und Bewegung sind wichtige ergänzende Faktoren, die die weitere Prognose beeinflussen. „Angeleitete körperliche Aktivität kann das krankheitsfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant verbessern“, sagt PD Dr. med. Christian Pox, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen.

Der Experte hat die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ mitverfasst, die nunmehr der Bewegungstherapie für bestimmte Darmkrebs-Patientinnen und -Patienten mehr Gewicht beimisst. Beobachtungsstudien hätten schon länger nahegelegt, dass Bewegung nach Darmkrebs mit besseren Verläufen verbunden ist. „Neu ist die Qualität der Evidenz: Eine große randomisierte Studie hat nun den Nutzen eines strukturierten Bewegungsprogramms nach abgeschlossener Chemotherapie deutlich besser belegt als bisherige Beobachtungsdaten“, so Pox.

Begleitetes Bewegungsprogramm zeigt positive Effekte

In der CHALLENGE-Studie wurden Patientinnen und Patienten untersucht, deren Darmkrebs operativ entfernt worden war und bei denen ein erhöhtes Rückfallrisiko bestand. Nach Abschluss der Chemotherapie erhielten sie entweder Informationsmaterial zu Lebensstil und Bewegung oder zusätzlich ein über drei Jahre begleitetes Bewegungsprogramm. Ziel war eine spürbare, aber realistische Steigerung der körperlichen Aktivität, etwa durch regelmäßiges zügiges Gehen, Schwimmen, Radfahren oder Joggen. Nach 5 Jahren waren 80 Prozent der Patientinnen und Patienten in der Bewegungsgruppe krankheitsfrei, in der Kontrollgruppe 74 Prozent. Auch das Gesamtüberleben war nach 8 Jahren in der Bewegungsgruppe besser.

Bewegung individuell planen

Betroffene sollten den Wiedereinstieg in körperliche Aktivität nach der Therapie mit ihrem Behandlungsteam besprechen. „Wichtig ist, Ausgangsfitness, Begleiterkrankungen und Therapiefolge mitzudenken“, sagt Professor Dr. med. Matthias Ebert, Direktor der II. Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie an der Universitätsmedizin Mannheim und Mitautor der Leitlinie.

Ziele sollten realistisch und langfristig umsetzbar sein. Wenn möglich, könne auch fachliche Begleitung einbezogen werden, etwa durch Physiotherapie, Rehabilitationssport oder qualifizierte Bewegungsangebote für Menschen mit Krebs. Die qualifizierte Beratung sei vor allem deshalb ratsam, so Ebert, da in der CHALLENGE-Studie in der Bewegungsgruppe etwas häufiger Beschwerden oder Verletzungen an Muskeln, Gelenken und Knochen auftraten.

„Nach einer Darmkrebstherapie muss niemand sportliche Höchstleistungen erbringen“, sagt auch Professorin Dr. med. Birgit Terjung, DGVS-Mediensprecherin, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit der DGVS und Chefärztin der Abteilung Innere Medizin/Gastroenterologie an den GFO Kliniken Bonn. Ärztinnen und Ärzte sollten Patientinnen und Patienten nach Abschluss der Akuttherapie aber gezielt auf die positiven Effekte körperlicher Aktivität hinweisen. “Versorgung nach Darmkrebs bedeutet nicht nur, Rückfälle zu erkennen. Wir müssen Darmkrebs-Betroffene auch dabei unterstützen, wieder aktiv zu werden und selbstwirksame Schritte für ihre Gesundheit zu machen.“

Quellen und weiterführende Informationen

Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Langversion 3.2, 2026, AWMF-Registernummer: 021-007OL, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/021-007OL

Courneya KS, Vardy JL, O’Callaghan CJ, Gill S, Friedenreich CM, Wong RKS, Dhillon HM, Coyle V, Chua NS, Jonker DJ, Beale PJ, Haider K, Tang PA, Bonaventura T, Wong R, Lim HJ, Burge ME, Hubay S, Sanatani M, Campbell KL, Arthuso FZ, Turner J, Meyer RM, Brundage M, O’Brien P, Tu D, Booth CM; CHALLENGE Investigators. Structured Exercise after Adjuvant Chemotherapy for Colon Cancer. N Engl J Med. 2025 Jul 3;393(1):13-25. doi: 10.1056/NEJMoa2502760. Epub 2025 Jun 1. PMID: 40450658.

Inhalt

  • Begleitetes Bewegungsprogramm zeigt positive Effekte
  • Bewegung individuell planen
  • Quellen und weiterführende Informationen
  • Darmkrebs: Strukturiertes Training nach der Therapie kann Prognose verbessern

    10.08.2026: Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie angeleitete körperliche Aktivität. Neue Studiendaten zeigen, dass strukturierte Bewegungsprogramme das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben verbessern können.

Aktuelle Artikel

  • Darmkrebs: Strukturiertes Training nach der Therapie kann Prognose verbessern

    10.08.2026: Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie angeleitete körperliche Aktivität. Neue Studiendaten zeigen, dass strukturierte Bewegungsprogramme das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben verbessern können.

    Mehr lesen
  • Beschwerden trotz L-Thyroxin

    10.08.2026: Die Schilddrüsenunterfunktion wird mit L-Thyroxin behandelt. Bleiben Beschwerden trotz gut eingestellter Therapie bestehen, greifen Betroffene mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die DGE warnt jedoch: Ihr Nutzen ist nicht belegt, einzelne Inhaltsstoffe können die Schilddrüsenhormonwirkung sogar beeinträchtigen.

    Mehr lesen
  • Erschöpfung, Schwindel, Gewichtsverlust

    16.07.2026: Morbus Addison ist eine seltene Erkrankung, die aufgrund unspezifischer Symptome wie Erschöpfung, Gewichtsverlust, niedrigem Blutdruck, Schwindel oder Übelkeit leicht übersehen werden kann. Da die Nebennieren zu wenig lebenswichtige Hormone bilden, kann die Erkrankung zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

    Mehr lesen
  • Vorherige Seite
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • Nächste Seite

    Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

    Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


    • Aktuell
    • Gesundheit
      • Krankheitsbilder
      • Prävention
      • Gesundheit Digital
    • Praxiswissen
      • Wirkstoffe und Nährstoffe
      • Rezeptur
      • Beratung
    • Interviews
    • Karriere
      • Arbeitsbereiche
      • Fortbildung & Weiterbildung
      • Berufsinformationen
      • Erfolgsgeschichten
    Helping patients. Connecting experts.

    Copyright © 2026

    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
    • Kontakt
    • Über Uns
    • Mediadaten

    Eine Initiative von nitschmahler&friends

    Die auf unserem Portal veröffentlichten Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle Beratung und Behandlung durch einen approbierten Arzt oder eine approbierte Ärztin. Der Inhalt auf meine-gelenkschmerzen.de darf nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen oder Eigenmedikation verwendet werden.