
Pressemitteilung Paracetamol
Paracetamol in der Schwangerschaft: Ergebnisse einer systematischen Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse hat untersucht, ob die Anwendung von Paracetamol während der Schwangerschaft mit neurologischen Entwicklungsstörungen bei Kindern assoziiert ist. Die Arbeit wurde im Fachjournal The Lancet Obstetrics, Gynaecology, & Women’s Health veröffentlicht.
Ziel der Arbeit
Ziel der Analyse war es, den Zusammenhang zwischen einer Paracetamol-Exposition in der Schwangerschaft und neurologischen Entwicklungsoutcomes bei Kindern zu untersuchen, insbesondere Autismus-Spektrum-Störungen (ASS), Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie intellektuelle Beeinträchtigungen.
Methodik
Die Autor:innen führten eine systematische Literaturrecherche durch und schlossen ausschließlich Studien ein, die vordefinierte Qualitätskriterien erfüllten. Berücksichtigt wurden Studien mit validierten Instrumenten zur Erfassung neurologischer Entwicklungsstörungen sowie mit adjustierten Analysen. Insgesamt wurden 43 Studien in die systematische Übersichtsarbeit eingeschlossen, davon 17 Studien in die Metaanalyse.
Zusätzlich wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, unter anderem unter Einbezug von Studien mit geringem Verzerrungsrisiko, adjustierten Datensätzen und längeren Nachbeobachtungszeiten.
Ergebnisse
Die Metaanalyse zeigte:
- Keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft und dem Auftreten von
- Autismus-Spektrum-Störungen,
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung oder
- intellektuellen Beeinträchtigungen bei Kindern.
Diese Ergebnisse blieben auch in den durchgeführten Sensitivitätsanalysen konsistent.
Schlussfolgerung der Autor:innen
Die Autor:innen kommen zu dem Schluss, dass die vorliegenden Daten keine Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Paracetamol-Exposition in der Schwangerschaft und den untersuchten neurologischen Entwicklungsstörungen liefern.
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