Gesundheitsrisiko durch Maul- und Klauenseuche (MKS) in Deutschland sehr unwahrscheinlich
Berlin – Der jüngste Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Deutschland stellt laut Experten keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Die Tierkrankheit, die zuletzt bei einer Wasserbüffel-Herde in Brandenburg festgestellt wurde, ist für Menschen nur in Ausnahmefällen ansteckend.
Durch umfassende Überwachungsmaßnahmen bei Nutztieren und Wildtieren sowie die konsequente Keulung betroffener Tiere ist die Wahrscheinlichkeit einer Verbreitung stark minimiert. Historisch sind nur wenige milde Krankheitsverläufe beim Menschen dokumentiert, die durch intensiven Kontakt mit infizierten Tieren und mangelhafte Hygiene begünstigt wurden.

Infektionen durch den Verzehr von tierischen Lebensmitteln wie pasteurisierten Milchprodukten oder durchgegartem Fleisch sind nicht bekannt. Lediglich vom Verzehr von Rohmilch wird abgeraten.
Besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Schwangere oder ältere und kranke Personen sollten grundsätzlich auf den Verzehr von nicht abgekochter Rohmilch verzichten, da diese mit unterschiedlichen Keimen belastet sein kann.
Hygienemaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Desinfektion bieten effektiven Schutz im Umgang mit potenziell infizierten Tieren. Die Maul- und Klauenseuche ist nicht mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Kindern zu verwechseln, da es sich um unterschiedliche Erkrankungen handelt. Weiterführende Informationen stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung zur Verfügung: Maul- und Klauenseuche (MKS): Fragen und Antworten.
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